US-Präsident Donald Trump ist wieder einmal für eine Überraschung gut. Am heutigen 4.Juli werden Panzer bei den Feierlichkeiten zum »Independence Day« gezeigt.
Ob sie am Weißen Haus entlangrasseln oder nur auf einem Bildschirm erscheinen ist nicht ganz klar - klar ist allerdings, dass in Deutschland die nächste Trump-Hass-Welle anläuft. Schon titelt der Münchener Merkur: »Trumps bizarrer Plan für den 4. Juli - Die Panzer rollen in die Hauptstadt«.
Warum es bizarr sein soll, Panzer bei einem Tag der Unabhängigkeit zu zeigen, können weder der Merkur noch die links-liberalen amerikanischen Blätter erklären, die gleichfalls zu stänkern beginnen. Aber das muss die Presse auch nicht. Was zählt, ist Munition gegen Trump.
Trump kümmert das nicht. Er zeigt nicht nur Panzer, sondern auch F-35 - den neuesten Kampfjet aus den Waffenschmieden der US-Streitkräfte. Er zeigt seinen Stolz auf sein Land. Und der ist nach drei, ausdrücklich drei gewonnen Weltkriegen ja zumindest verständlich.
Die Demokraten hat Trump in eine Zwickmühle manövriert. Sie müssen sich gut überlegen, ob sie sich der Mecker-Presse anschließen wollen. Der Stolz auf das eigene Land kann mitreißend sein. Zwei Bürger aus Dallas brachten es 1991 bei der Siegesparada zu Desert Storm in der Washington Post auf den Punkt: »The troops were the heroes, but these were the tools.«
Zu einem Festtag der Unabhängigkeit gehören Soldaten. Also gehört auch das Gerät, mit dem die Soldaten kämpfen, zum Fest. Daran ist nichts skandalös. Peinlich wird es erst, wenn der Aufmarsch nicht mehr der tatsächlichen Größe des Landes entspricht oder die Panzer Symbole für ein Jahrhundert blutiger sozialistischer Unterdrückung sind. Beides kann man von den USA nicht behaupten.


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