Neuer Willkürakt des Robert-Koch-Instituts

Robert-Koch-Institut_ Genesenenstatus wird von 180 Tagen auf 90 Tage halbiert

Ohne jede Begründung hat das Robert-Koch-Institut die Vorgaben für Genesenennachweise verändert.

Vom Robert-Koch-Institut sind die Bürger seit zwei Jahren einiges gewohnt: Veränderte Parameter, die Betonung von Inzidenzen, die Betonung von Hospitalisierungsraten, gänzlich fehlende Daten. Doch nun überrascht die von Tierarzt Dr. Wieler geleitete Behörde mit einem neuen Coup:

In der Mitteilung Fachliche Vorgaben des RKI für COVID-19-Genesenennachweise schreibt das Institut lapidar: »c) das Datum der Abnahme des positiven Tests darf höchstens 90 Tage zurückliegen.« Mit anderen Worten: Der Genesenenstatus wird von den Experten um Dr. Wieler mir nichts, dir nichts, von 180 Tagen auf 90 halbiert.

Eine Begründung für diese Änderung erspart sich die Behörde. Warum auch? Als sie die R-Wert-Berechnung änderte, plötzlich zur Hospitalisierungsquote wechselte und dann wieder zu den Inzidenzen und erst vor drei Tagen wieder zurück, wurden diese Vorgaben ja auch nicht begründet. Es bleibt ein kursiv hinzugefügter Hinweis: »Diese Vorgaben werden regelmäßig überprüft und können sich gemäß Stand der Wissenschaft ändern.«

Daher steht zu vermuten, dass es eine solche Begründung auch nicht gibt. Es sei denn, es zählt neuerdings als wissenschaftlichen Begründung, wenn ein völlig überforderter Gesundheitsminister Maßnahmen im Wochentakt raus haut.

Bei der Bekanntgabe genauerer Zahlen über die Patienten auf den Intensivstationen hatte das RKI keine speziellen Daten zum Anteil der Genesenen liefern können. Statt dessen gab es eine Kategorie nicht vollständig geimpft, unter der auch Genesene geführt worden sind – ein langsam etwas abgetakelter Trick, mit dem die Behörde ihre Unfähigkeit, genaue Daten zu liefern ins Gegenteil kehrt und die Zuordnung im Interesse der Impfindustrie gestaltet. Dabei wäre es von entscheidender Bedeutung zu erfahren: Wie viele Patienten auf den Intensivstationen sind im Status genesen? Diese Frage haben Tierarzt Dr. Wieler und seine Experten zu beantworten, bevor sie eine Verordnung verändern. Sie haben den Beweis zu führen, dass Genesene bereits nach 90 Tagen infektiös sind. Und warum das Robert-Koch-Institut geschlagene 22 Monate brauchte, um das zu ermitteln?

So lange das Institut diese Belege nicht liefert, muss man vermuten, dass die Experten um Tierarzt Dr. Wieler sich von den Ängsten eines panischen Gesundheitsministers haben anstecken lassen oder ganz einfach die Interessen der Impfindustrie verfolgen. Genese sollen sich von nun an bereits nach 3 Monaten impfen lassen, damit die Kasse klingelt.

Dabei sind Genesene ganz erheblich besser gegen das Corona-Virus geschützt, als jeder dreifach geimpfte. Denn soviel ließ sich aus den Daten des RKI von letzter Woche ermitteln: 30 Prozent der Corona-Patienten auf den Intensivstationen sind vollständig geimpft – aber nur maximal 10 Prozent mit dem Status genesen. Oder hat sich Dr. Wieler gedacht: Wenn die Impfung nur drei Monate wirkt, kann auch die nach Karl Lauterbach »schmutzige Impfung« durch eine Ansteckung nicht länger wirken. Für diesen Fall hätte Herr Wieler den Titel »Pferdedoktor« redlich verdient.

Sven von Storch

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.

PayPal

Add new comment

CAPTCHA
Enter the characters shown in the image.
This question is for testing whether or not you are a human visitor and to prevent automated spam submissions.