Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbachtrat bisher immer als Warner vor Infektionen, Wellen und Präventions-Paradoxa auf. Nun hat er ein neues Feld entdeckt: Die Geimpften. Wer also gedacht hatte, nach einer Impfung wäre er zumindest von Lauterbach befreit, der irrt.
Bei den Geimpften werden, so Lauterbach, immer häufiger sogenannte Impfdurchbrüche auftreten. Der Experte doziert: "Durchbruchinfektionen ereignen sich bei Personen, deren Corona-Impfung länger als sechs Monate zurückliegt". Weiter erklärte er, das allen Corona-Vakzinen steige das Risiko eines Impfdurchbruchs nach sechs Monaten an. Das ist zwar falsch - das Risiko steigt bereits nach der Impfung an. Aber Lauterbach interessiert sich nicht für Fakten, sondern für die Warnung.
Daher zeigt sich Lauterbach auch besorgt über mögliche Folgen solcher Impfdurchbrüche. Denn laut einer neuen Studie, die der SPD-Experte wohl vor kurzem gelesen hat, "kommt es bei 19 Prozent der Menschen mit Impfdurchbrüchen zu einem Long-Covid-Problem." Bemerkenswert an den Zahlen: In einer Studie des University College London mit über 4000 Teilnehmern wurde ermittelt, dass 10 bis 20 Prozent der Erkrankten an Long Covid leiden. Eine Studie, die der SPD-Experte wahrscheinlich nicht kennt.
Was Lauterbach im Schilde führt wird deutlich, wenn er sagt: "Wir werden also vermutlich bald mehr Fälle sehen, sobald die Impfung bei etlichen Geimpften in Deutschland mehr als ein halbes Jahr zurückliegt." Dann kann die Panikmache von vorne beginnen. Aus der Heulboje wird ein Dauerwarnton. Andere würden sagen, die Sirene hat einen Schaden. Und alles Impfen kann von neuem beginnen.


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