Tote, die niemand zählt:

Corona-Lockdown fordert weiteres Todes-Opfer

Während die Medien Infizierte zählen, kümmert sich niemand um die Opfer des Lockdown. Sie sterben in der Regel alleine. So wie Alysson Jadin in Belgien.

Glaubt man den Worten deutscher Politiker, erhält uns der Lockdown alle am Leben. Doch der Lockdown sorgt für Einsamkeit und wirtschaftlichen Niedergang – und die töten.

Im August hatte Alysson Jadin, eine junge Frau, Friseuse, im belgischen Lüttich einen Salon eröffnet. Sie erfüllte sich den Wunsch ihres Lebens. Dann traten im Herbst die neuen Lockdown-Regeln in Kraft. Alysson musste schließen. Aus ihrem Traum wurde der Albtraum des finanziellen Ruins, wie ihn so viele Einzelhändler in so vielen Ländern derzeit erleben.

Vor zwei Wochen sendete Alysson einen letzten Hilferuf. Man hatte ihr geraten, wieder zu schließen. Niemand wüsste, wann der Lockdown endet.

»Ich kann nicht einfach so schließen«, sagt die 24-Jährige, »ich habe alles, was ich gespart habe, in mein Geschäft gesteckt. 25.000 Euro.«

»Man kann nicht etwas mit viel Liebe und Engagement erschaffen und dann einfach sagen, ich mache es wieder dicht«, erklärte Alysson, obwohl sie wusste, dass es keinen anderen Ausweg für sie gab. »Ich habe nichts mehr. Mein Kühlschrank ist leer, ich kann nicht heizen, ich kann meine Wohnung nicht mehr bezahlen.« Sie versprach: »Aber ich werde kämpfen.«

Alysson hat den Kampf um ihre Existenz verloren; finanzielle Hilfe stand ihr nicht zu, da sie erst vor kurzem geöffnet hatte.

Am 16. November hat sich Alysson Jadin das Leben genommen.

Sven von Storch

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