Bekannt werden Angriffe wie vor über einem Jahr in Würzburg. Damals stach der Somalier Abdirahman Jibril A. gezielt auf weibliche Opfer ein. Drei Frauen wurden getötet, drei weitere Frauen, ein 11-jähriges Mädchen und ein 16-Jähriger wurden schwer verletzt. Obwohl das sowohl frauenfeindliche als auch islamistische Motiv des Migranten offensichtlich war, interessierte sich kaum eine der vielen Initiativen in Deutschland für den Fall. Er wurde einige Tage durch die Presse gereicht und dann in die lange Liste von Messermorden eingeordnet.
Doch im Schatten dieser schweren Taten wird in Deutschland jeden Tag weiter zugestochen. Allein in den vergangenen Tagen achtmal. Zwischen dem 06. und 10. Juni kam es zu einer tödlichen und sieben weiteren Messerattacken.
Am Montag, den 6. Juni wurde in Hannover ein 33-Jähriger in der Innenstadt von Hannover schwer verletzt. Bei einem Streit zwischen zwei Männern zückte plötzlich einer von beiden ein Messer. Der Täter ließ sein liegen und flüchtete in einem Taxi. In diesem Fall wurde der mutmaßliche Täter kurz darauf im Stadtteil Döhren gefasst. In der Nähe wurde die Tatwaffe gefunden. Über die Herkunft des Täters erfährt man nichts.
Am Donnerstag, den 9. Juni wurde in Eisleben im Südharz eine Frau auf offener Straße attackiert. Bei dem Täter handelte es sich um den Partner des Opfers. Auch in diesem Fall flüchtete der Täter vom Tatort, wurde aber später gefasst. Über die Schwere der Verletzung oder die Herkunft des Täters erfährt man nichts.
Einen Tag später, am Freitag den 10. Juni, wurde in Esslingen in der Nähe von Stuttgart ein sieben Jahre altes Mädchen und seine 61-jährige Betreuerin von einem 24-jährigen Mann mit einem Messer angegriffen. Die Tat geschah auf dem Gelände einer Grundschule. Dabei wurde zunächst das Kind angegriffen und dann die Betreuerin, als sie sich dem Täter in den Weg stellte. Der Täter flüchtete und ließ sich später festnehmen. Die beiden Opfer wurden im Krankenhaus behandelt. Über die Herkunft des Täters erfährt man – nichts.
Am selben Tag wurden in Hamm drei Frauen und ein Mann an der Hochschule Hamm mit einem Messer angegriffen. Der 34-jährige Tatverdächtige stach im Foyer der Hochschule zunächst auf Studenten ein. Dabei wurden zwei Studentinnen und ein Student verletzt. Anschließend ging der Täter in einen Hörsaal, der mit 100 Studenten besetzt war, und stach auf die Lehrbeauftragte ein. Die 30-Jährige wurde schwer verletzt bevor die Studenten ihn überwältigen konnten.
Sie ist am Samstag in den Nachmittagsstunden ihren schweren inneren Verletzungen erlegen.
Wie beim Fall in Esslingen und auch in Würzburg war es allein dem mutigen und beherzten Eingreifen der Beteiligten zu verdanken, dass nicht noch weitere Menschen verletzt worden sind. Sie bewiesen den Mut, der Politikern und Medien fehlt, auf ein virulentes Problem hinzuweisen und seine Ursachen systematisch zu bekämpfen.


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