Im südafrikanischen Johannesburg ist es in den letzten Tagen mehrfach zu ausländerfeindlichen Unruhen gekommen. Dutzende Personen wurden verhaftet, nachdem sie Läden geplündert und Gebäude und Autos angezündet hatten.
Die meisten der zerstörten Läden werden von Ausländern geführt. Daher liegt die Vermutung nahe, dass es sich um ausländerfeindliche Übergriffe handelt. Ein Polizeisprecher widersprach dieser Deutung und bezeichnete die Täter als Kriminelle. Der nigerianische Außenminister erklärte dagegen, es seien speziell Geschäfte von Nigerianern attackiert worden.
Wie die BBC schreibt, gehören die Plünderungen ausländischen Geschäften in Südafrika "immer mehr zum Alltag, und es gibt keine Anzeichen dafür, dass sie bald aufhören." Erst im März starben in Durban bei ausländerfeindlichen Protesten drei Menschen. Vor wenigen Tagen hatte es ähnliche Unruhen in der Hauptstatdt Pretoria gegeben. Laut Welt kursierte in sozialen Medien ein Pamphlet, in dem zu Hetzjagden auf Ausländer aufgerufen wurde.
Südafrika steckt in einer tiefen Wirtschaftskrise. Die Arbeitslosigkeit liegt bei fast 30 Prozent. Viele Weiße haben das Land längst verlassen, da der Rassismus der Schwarzen immer offener und gewaltätiger wurde. Jetzt greift er auf andere afrikanischen Nationalitäten über.
Vielsagend ist die Erklärung eines Behördenvertreters, der sagte, "Fremdenhass ist nur eine Entschuldigung, die Leute vorbringen, um kriminelle Akte zu verüben." In einem Land, in dem kriminelle Handlungen sich mit Fremdenhass entschuldigen lassen, in einem solchen Land lebt man als Ausländer wirklich gefährlich.


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