Robert-Koch-Institut in der Falle eigener Fehlinformationen:

RKI rät Bürgern zu freiwilligem Lockdown

Nachdem die Inzidenzen an fünf Tagen in Folge gestiegen sind, fordert das Robert-Koch-Institut Veranstaltungen anzusagen oder zu meiden.

Das kommt dabei raus, wenn man die Bürger zuerst in Panik versetzt, dann eine Hoffnung an die Wand malt und sich diese Hoffnung zuletzt als das erweist, was sie ist: Ein Trugbild. So geschehen dem Robert-Koch-Institut, RKI. Zuerst trat sein Chef, Tierarzt Lothar Wieler, tagtäglich vor die Kamera, um das Volk zu warnen, dann preiste er die Impfung als Allheilmittel gegen Corona – und nun gehen die Inzidenzen trotz Impfung in die Höhe.

Statt nun wie in den vergangenen Monaten einen Lockdown zu fordern, wird zuerst so getan, als hätten die Bürger einen Fehler gemacht. »Ich weiß nicht«, erklärt Lothar Wieler scheinheilig, »warum manche Menschen auf die Idee kamen, zu suggerieren, dass die Pandemie vorbei sei«. Als hätte das jemals jemand gesagt.

Allerdings trauen sich Herr Wieler und sein Institut nun nicht mehr, einfach einen Lockdown zu fordern. Sie setzen auf einen Lockdown, der freiwillig umgesetzt wird. Denn der weitere Anstieg der Fallzahlen wird sich fortsetzen, »wenn die Bevölkerung nicht durch die freiwillige Reduktion von potentiell infektiösen Kontakten im privaten Bereich und Beachtung der Basismaßnahmen in allen anderen Lebensbereichen mithilft, den momentanen Infektionsdruck auf alle, geimpfte wie ungeimpfte Personen, zu mindern«.

»Das RKI rät dringend dazu«, heißt es weiter im Wochenbericht, »größere Veranstaltungen möglichst abzusagen oder zu meiden, aber auch alle anderen nicht notwendigen Kontakte zu reduzieren“, heißt es im Wochenbericht. Ergänzend geht es weiter: »Sofern sie nicht gemieden werden können, sollte man unabhängig vom Impf- oder Genesenenstatus vorher einen Test machen und die Corona Warn App nutzen. Außerdem ist es unbedingt erforderlich, bei Symptomen einer neu auftretenden Atemwegserkrankung wie z.B. Schnupfen, Halsschmerzen oder Husten (ebenfalls unabhängig vom Impfstatus) zuhause zu bleiben, die Hausarztpraxis zu kontaktieren und dort einen PCR-Test durch führen zu lassen«.

Was vor einem Jahr von den Regierenden verhängt worden ist, sollen die Bürger in diesem Winter über sich selber verhängen: Den Lockdown. Oder den Shutdown, wie Christian Drosten ihn nennt, wohl ohne zu wissen, dass letzteres ein völliges Schließen bedeutet. Und das unabhängig davon, wie das RKI immer wieder betont, welchen Impfstatus man habe.

Trotzdem hat Tierarzt Doktor Wieler über den Selbst-Lockdown nur wieder die Impfung zu bieten. Dafür wird er sogar sentimental. »Es bedrücke ihn«, so der RKI-Chef in einem Gespräch gegenüber der Apotheken-Umschau, dass viele Menschen den Impfstoff nicht nutzten. »Wir haben in Deutschland definitiv eine kritische Einstellung zu Impfungen, die«, wie könnte es anders sein, »auch durch viele Fehlinformationen stark befeuert wird.« Ob Wieler sein auch eigenes Institut gemeint haben könnte ?

Sven von Storch

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