Widerliches Verbrechen zwingt zur Frage nach den Verantwortlichen

Organisierte Gruppenvergewaltigung_ Verdächtige aus islamischem Umfeld

In der Düsseldorfer Altstadt haben Männer wiederholt Frauen aufgelauert, um sie anschließend gemeinsam zu vergewaltigen. Vier festgenommene Verdächtige stammen aus dem "islamischen Umfeld".

In der Düsseldorfer Altstadt haben Männer systematisch Frauen aufgelauert, um sie anschließend gemeinsam in zuvor angemieteten Hotelzimmern zu vergewaltigen. Vier nun festgenommene Verdächtige sind türkischer, marokkanischer, libanesischer und arabischer Abstammung.

Die Taten bringen - mit Ausnahme von Mord - alles zusammen, was an Hassverbrechen gegen Frauen in den letzten Jahren deutlich verstärkt begangen wird. Die Täter, berichtet die Bild-Zeitung, haben die Frauen in der Düsseldorfer Altstadt angesprochen, ihnen sogenannte K.o.-Tropfen verabreicht und sie dann in die Wohnung eines der Täter oder in ein Hotelzimmer gebracht, das sie unter dem Namen des Opfers buchten. Anschließend haben sie sich an ihren Opfern brutal vergangen. Ihre Untaten nahmen sie teilweise mit ihren Handys auf.

Diese und alle vorherigen Verbrechen werfen die Frage auf, wer für die Taten verantwortlich ist. Zunächst gibt es eine einfache Antwort: Die Täter. Doch wie andere Fälle zeigen, wird bei der Frage nach der Verantwortung nicht nur auf die unmittelbare Tat und den oder die Täter geschaut; es wird auch nach dem Umfeld gefragt.

Bei politischen Gewalttaten ist diese Erweiterung der Verantwortung auf das Umfeld selbstverständlich. Nach allen Mordserien linker Terrorgruppen im Nachkriegsdeutschland mit allein für die Rote Armee Fraktion zusammen 30 Toten, stand immer die Frage im Raum, wer die ideologischen Hintermänner der Mordgruppen waren. Sie wurden im universitären Umfeld verortet, aber auch in Evangelischen Gemeinden oder linken Parteien.

Auch beim Mord am Regierungspräsidenten Walter Lübke wird - unabhängig davon, dass die Täterschaft überhaupt nicht bewiesen ist - nach einer Verantwortung der Sozialen Medien und des im weitesten Sinne rechten Lagers gefragt. Hier geriet die AfD ins Visier nicht der Polizei, sondern der andren Parteien. Besonders weit vorgewagt hat sich Friedrich Merz von den Christdemokraten, indem er, wie die Berliner Morgenpost schreibt, der Alternative für Deutschland eine Mitschuld für den Mord unterstellt. Wohlgemerkt, ohne dass der Verdächtige auch nur vor Gericht steht.

Natürlich kann man nun lange streiten, wie berechtigt es ist, die Verantwortung für einen politischen Mord einem politischen Milieu in die Schuhe zu schieben. Eindeutig ist die Verbindung nur, wenn eine Verbindung zu den Tätern auch wirklich besteht und vor Gericht gebracht werden kann. Alles andere ist zunächst einmal bloße Spekulation. Denn nur soviel ist sicher: Hasspostings können nicht töten. Mit keiner facebook-Seite lässt sich jemand erschlagen.

Aber wenn man die AfD für den Mord an Walter Lübke schon mitverantwortlich macht - und die Medien haben den Gedanken begierig ergriffen -, dann muss man dieses Verfahren auch auf andere Taten erweitern. Wenn man ein dubioses und nicht näher definiertes »rechtes Umfeld« auch ohne gerichtsfeste Beweise mit einer Untat verbindet, dann muss man dieses Verfahren auch auf die Täter aus dem »islamischen Umfeld« erweitern.

Die vier festgenommenen Männer sind, folgt man der Denkweise eines Friedrich Merz, nicht alleinschuldig an ihren Taten. Ihr Verhalten ist das Resultat eines in islamischen Gemeinschaften virulenten Hasses auf Frauen, die sich ihrem Mann nicht unterwerfen. Sie werden unterworfen. Zur Not mit Gewalt. Am besten in dem man sie zum eigenen perversen Vergnügen vergewaltigt. In diesem Sinne trägt der Islam eine Mitschuld an jeder Vergewaltigung durch einen Moslem.

Mehr noch: In all jenen Fällen, in denen Täter sich überhaupt erst in Deutschland aufhalten können, weil eine von den Christdemokraten goutierte links-grüne Politik ihren Aufenthalt befördert und auch dann noch duldet, wenn sie längst hätten außer Landes geschickt werden müssten, trägt diese Poltik und tragen die Politiker, die sie zu verantworten haben eine Mitschuld an allen widerlichen Verbrechen, die diese Täter begehen. Die Aussage »Frau Merkel ist Schuld an den Morden seit 2015« liegt also exakt auf jener Linie von Schuldzuweisungen, wie sie ihr Parteikollege Friedrich Merz profilsüchtig und wortgewaltig verkündet. Wer sagt: »Die AfD ist Schuld an dem Mord an Walter Lübke«, muss auch sagen: »Die Willkommenskultur ist Schuld an jedem Mord durch einen Flüchtling.«

Sven von Storch

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