Seit Wochen berichten diverse Politiker und Behörden über Intensivstationen am Limit. Dabei wird mit falschen und gefälschten Zahlen operiert und begründet. Wichtige Daten fehlen ganz. Und von den Opfern ihrer Panikpolitik reden weder der bayerische Ministerpräsident Markus Söder noch Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach.
So schweigen beide über die Zahl der Kinder, die nach Selbstmordversuchen auf Intensivstationen liegen. Diese Zahl lag zwischen März und Ende Mai 2021 bei bis zu 500 Kindern! Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Essener Uniklinik, über die der Leiter der dortigen Kinder-Intensivstation, Professor Christian Dohna-Schwake, im »Videocast 19 - die Chefvisite« berichtet.
Die Zahl der Fälle lag damit während des zweiten Lockdowns um rund 400 Prozent über den entsprechenden Zahlen in der Zeit vor Corona. Der dramatische Anstieg, der sich aus Daten von 27 deutschen Kinder-Intensivstationen ergebe, habe ihn, Christian Dohna-Schwake, »überrascht«.
Als Grund für den Anstieg im letzten Frühjahr nannte der Leiter der Essener Intensivstation Lockdown und Schulschließungen. Diese hätten sich wie »wie Kaugummi hingezogen« hingezogen. Kinder, die schon zuvor unter Depressionen oder Angststörungen gelitten hätten, gerieten in einen tödlichen Strudel. »Soziale Kontakte außerhalb sozialer Medien«, die eigentlich »präventiv« wirken, waren nicht mehr möglich. Die Studie, die zur internationalen Veröffentlichung eingereicht worden ist, empfiehlt daher dringend, auf neuerliche Schulschließungen »solange das irgendwie geht« zu verzichten.
Das Interesse am Wohl der Kinder ist bei kaum einem der Panik-Politiker besonders ausgeprägt. Dieser Tage wird schon wieder über Schulschließungen diskutiert. Lehrerverbände warnen davor, Schulschließungen um jeden Preis zu vermeiden. »Durch die Omikron-Variante verschärft sich die pandemische Lage massiv, auch an den Schulen“, behauptet der Vorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung, VBE, Udo Beckmann, gegenüber dem Reaktionsnetzwerk Deutschland. »Das Motto der Politik«, sagte Beckmann, »darf auf keinen Fall heißen, dass es Präsenzunterricht um jeden Preis geben muss«. Heinz-Peter Meidinger, Vorsitzender des Deutschen Lehrerverbandes, verbreitet ebenfalls über RND: »Wenn es im kommenden Jahr noch einmal zu einem Lockdown kommen sollte, können die Schulen davon nicht ausgenommen werden.«
Dabei war schon im Mai 2020 vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte, BVKJ, die politische Vernachlässigung scharf kritisiert worden. »Es gibt psychiatrische Erkrankungen in einem Ausmaß, wie wir es noch nie erlebt haben«, erklärte BVKJ-Sprecher Jakob Maske: »Die Kinder- und Jugendpsychiatrien sind voll, dort findet eine Triage statt. Wer nicht suizidgefährdet ist und ‚nur‘ eine Depression hat, wird gar nicht mehr aufgenommen.«
Und so werden von den Panik-Politikern nicht nur die Grundrechte der Bürger ausgelöscht – das Wohl der Kinder ist ihnen gleichfalls egal. Ihre Politik hinterlässt eine breite Spur der Verwüstung.


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