Schon wieder: Messerangriff am Bodensee

Nigerianer sticht wahllos auf Mitbewohner ein - Ein Toter

Der Bewohner einer Unterkunft in Kressbronn hat bei einer Messerattacke einen Mitbewohner getötet und fünf Menschen schwer verletzt. Es war nicht seine erste Tat.

In Kressbronn am Bodensee hat der Besucher einen wundervollen Blick übers Wasser zu den Alpen. Doch gestern wurde die Idylle durch einen 31-jährigen Nigerianer zerstört. Er betrat ein Asylantenheim, klopfte wahllos an mehrere Türen, drang in die Zimmer ein und stach zu. Ein Bewohner erlag seinen Verletzungen, fünf weitere erlitten teilweise schwere Verletzungen.

Als die Polizei eintraf, ließ sich der Täter widerstandslos festnehmen.

Der Getöteten stammt aus Syrien. Bei vier der fünf Verletzten handelt sich um Frauen im Alter von 28 bis 34 Jahren und einen 37-Jährigen. Eine der verletzten Personen musste mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen werden.

Auch der Nigerianer hat sich bei der Tat verletzt, allerdings nach Aussage der Polizei durch seine eigene Waffe.

Der Täter ist der Polizei bekannt. Er hatte nach Aussage eines Mitbewohners, der sich mit seiner Freundin in einem Raum in Sicherheit vor dem Angreifer gebracht hatte, erst im 10. Mai mit einer Machete Mitbewohner bedroht. Die Polizei nahm ihn damals kurzzeitig fest, ließ ihn dann aber wieder laufen.

Ob der Mann in Untersuchungshaft kommt, war zunächst nicht klar.

Aus der Politik kamen noch keine Kommentare. Allerdings wird jeder den Inhalt vorhersagen können. Ein psychisch gestörter, bedauernswerter, traumatisierter Asylant wurde Opfer unbekannter Täter. Vermutlich wird er demnächst wieder frei sein.

Sven von Storch

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