Deutschland im Klima-Wahn

Neuer UNO-Klima-Report_ Viel heiße Luft

Die UNO hat einen aktuellen Report zum Klima veröffentlicht. Darin werden jedoch keine neuen Werte geliefert, sondern nur riskante Spekulationen.

Die UNO hat einen aktuellen Report, den sogenannten »Emission Gap Report«, veröffentlicht. Es scheint, als habe die UNO darin neue Werte geliefert. Doch es scheint nur so. Tatsächlich berichtet der Report lediglich von Differenzen.

Der Bericht enthält die »neuesten Daten über die erwartete Lücke im Jahr 2030« zwischen den Temperaturzielen von 1,5°C und 2°C des Pariser Abkommens und den prognostizierten Werten. Dafür werden verschiedene Szenarien durchgespielt, die eine Politik ganz ohne Maßnahmen zum Klimaschutz bis zu einer Politik, die alle möglichen Maßnahmen zum Klimaschutz ergreift, beschreiben. Für jedes Szenario ergeben sich andere Werte. Laut Bericht wird auch »zum ersten Mal wird untersucht, wie groß die jährlichen Kürzungen von 2020 bis 2030 sein müssten, um auf dem richtigen Weg zur Erreichung der Pariser Ziele zu bleiben.«

Die UNO veröffentlicht also nicht etwa neue Zahlen zum Klimawandel. Nein, sie beschreibt lediglich den Abstand zwischen der Rate, in dem die Temperaturen nach Meinung der UNO vermutlich steigen wird und den von den Regierungen vereinbarten Steigerungsraten. Und dieser Abstand wird laut UNO-Report immer größer. So groß, dass die hiesigen Politiker erneut Panik verbreiten. Bundesumweltministerin Svenja Schulze kommentierte: »Es ist nicht auszudenken, was es bedeuten würde, wenn sich das in dieser Geschwindigkeit wirklich fortsetzen würde.« Aber sie weiß auch eine Lösung: »Viel mehr Klimaschutz, und zwar weltweit.« Also mehr Subventionen für die Klimaindustrie.

Ein zweiter Blick auf die Zahlen macht jedoch deutlich, was die UNO hier tatsächlich berechnet: Es werden Prognosen über die Entwicklung der Temperaturen mit Prognosen über die Wirkung verschiedener politischer Strategien verglichen. Und es gehört wenig statistische Phantasie dazu, diese Prognosen als das zu begreifen, was sie sind: Hoch-riskante Spekulationen. Doch das wird von der UNO nirgends gesagt. Um sicher zu gehen, wurden in vielen Tabellen die Schwankungsbreiten der Schätzungen gleich ganz weggelassen. Davon, dass man diese hätte miteinander verrechnen müssen, was zu einer noch höheren Unsicherheit geführt haben würde, davon hat die UNO offenbar noch nicht gehört. Dass die Szenarien nicht einmal von den Mitarbeitern der UNO selber erstellt worden sind, sondern sich auf andere Studien beziehen, macht die Sachlage rund.

Letztendlich sind diese Zahlen also nichts weiter als heiße Luft. Allerdings werden sie im Sinne der UNO sinnvoll verwendet. Denn da sie den Gradmesser für weitere Vorgaben der UNO ergeben, beschreiben sie recht genau den Einfluss, den diese unerklärte Weltregierung sich auf die Regierungen wünscht. Folgerichtig ist der Zeitpunkt der Veröffentlichung des Emission-Gap-Reports kein Zufall. In Kürze wird in Madrid die Welt-Klimakonferenz beginnen.

Sven von Storch

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.

PayPal

Add new comment

CAPTCHA
Enter the characters shown in the image.
This question is for testing whether or not you are a human visitor and to prevent automated spam submissions.