Offenbar haben einige Wissenschaftler die Regierungspolitik noch nicht richtig verstanden. Anders ist schwer erklärbar, warum sie in einem offenen Brief an die Bundesregierung kritisieren, dass Maßnahmen wie die Maskenpflicht beim Joggen »eher symbolische Maßnahmen« seien, die »keinen nennenswerten Einfluss auf das Infektionsgeschehen erwarten« lassen.
Diese Regierung kennt seit Monaten nichts als Symbolik. Andernfalls würden die Infektionszahlen rückläufig sein und die Zahl der Opfer unter den Alten sinken, was sie nicht tun – ein auch für Nicht-Wissenschaftler untrügliches Zeichen dafür, dass Maßnahmen schlichtweg nicht greifen.
Denn, so die Areosolforscher in ihrem Brief: »Übertragungen im Freien sind äußerst selten und führen nie zu ›Clusterinfektionen‹, wie das in Innenräumen zu beobachten ist.« Es sei, heißt es weiter, ein »mittlerweile Konsens in der Wissenschaft: Die Übertragung der SARS-CoV-2 Viren findet fast ausnahmslos in Innenräumen statt.«
Konsens der Wissenschaft? Da war doch was? – Richtig. Die Energiepolitik wird immer gern mit dem Konsens der Wissenschaftler begründet.
Doch nicht bei Corona! Nicht bei den Merkel-Maßnahmen!!
»Wir mussten aber als Aerosolforscher die Erfahrung machen«, fährt der Brief fort, »dass die öffentliche Debatte immer noch nicht den wissenschaftlichen Erkenntnisstand abbildet.« Das führe dazu, dass viele Bürger falsche Vorstellungen über das mit dem Virus verbundene Ansteckungspotential« haben. Bei ihnen setze sich der Eindruck fest: »Draußen ist es gefährlich.«
Zu den völlig verfehlten Maßnahmen zählen die Wissenschaftler auch Angelas Merkels liebste Erziehungsmaßnahme: Die Ausgangssperre. Die Wissenschaftler: »Auch die aktuell diskutierten Ausgangssperren müssen in diese Aufzählung irreführender Kommunikation aufgenommen werden.«
Kurz gesagt: Die Bürger werden falsch informiert. Die Regierung verbreitet Fake-News. Und daher ist diese ganze Politik offensichtlich gefährlich. Sie lenkt die Aufmerksamkeit in die falsche Richtung und sorgt für einen dauernden Panikzustand. Doch wie sowohl die Unterzeichner des Briefes als auch Militärs wissen: »Nichts stumpft uns Menschen bekanntlich mehr ab als ein permanenter Alarmzustand.«
Indirekt bieten die Wissenschaftler ein Öffnungsmodell, das weit entfernt ist von der sogenannten »Bundesnotbremse«, wie sie das Merkel-Regime propagiert: »In großen Hallen und Räumen ist die Ansteckungsgefahr viel geringer als in kleinen Versammlungsräumen. Wenn man also wieder Theater, Konzerte, und Gottesdienste stattfinden lassen will, sollte das in großen gut gelüfteten Hallen stattfinden oder wenn möglich ins Freie ausgewichen werden«.
Am Schluss heißt es in einer bei aller wissenschaftlichen Klarheit zutiefst menschlichen Wendung, wie sie den Regierenden Merkel, Söder und Spahn völlig abgeht: »Wer sich zum Kaffee in der Fußgängerzone trifft, muss niemanden in sein Wohnzimmer einladen. Dort ist die Einhaltung der bekannten Hygieneregeln zu erwarten, zu Hause dagegen nicht.«
Ein Kaffee mit Freunden im Freien. Das wäre am heutigen Nachmittag zu schön.


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