Ein wissenschaftliche Kommission hat den nächsten antisemitischen Beitrag pro-arabischer Künstler für die documenta gefunden: Die Veranstaltung »Tokyo Reels Film Festival«. Unter dem Vorsitz der Politikwissenschaftlerin Nicole Deitelhoff fanden der Berliner Verfassungsrechtler und Rechtsphilosoph Christoph Möllers, die Soziologin und Antisemitismusforscherin Julia Bernstein und der Kulturhistoriker und Experten für Zensur Peter Jelavich in den fünf gezeigten Filmen gleich eine ganze Reihe antisemitischer Aussagen. Das Gremium kam überein, »dass sofortiger Handlungsbedarf besteht«!
Bei den Filmen handelt es sich um »pro-palästinensische Propagandafilme aus den 1960er-1980er« Jahren. »Das historische Propagandamaterial wird nicht – wie es ohne Zweifel geboten wäre – kritisch reflektiert, sondern als vermeintlich objektiver Tatsachenbericht affirmiert«, schreiben die Wissenschaftler. »Dadurch stellen die Filme in ihrer potentiell aufhetzenden Wirkung eine größere Gefahr dar als das bereits entfernte Werk ›People’s Justice‹«
Typisch ist die einseitige Darstellung des Konflikte. »Viele der Filme präsentieren Israel und seine Streitkräfte ausschließlich als Täter, die gezielt Zivilisten, insbesondere Frauen und Kinder, angreifen. Im Kontrast dazu wird die palästinensische Seite als unschuldig und wehrlos dargestellt. Die wiederholten Terroranschläge gegen israelische Zivilisten werden hier – wie in der gesamten Ausstellung – ebenso wenig erwähnt wie die Tatsache, dass Israel regelmäßig von den Armeen Syriens, Jordaniens und Ägyptens angegriffen worden ist.« [entgenderter Text, Red.]
Die Begrifflichkeit erinnert stark an linke und grüne Positionen gegenüber Israel. So wird in den Filmen ein »faschistischer« Charakter des jüdischen Staats angeprangert. Das Verhalten der israelischen Truppen in Judäa und Samaria, der sogenannten Westbank, wird mit der nationalsozialistischen Politik gleichgesetzt.
Auch die Entstehung der Veranstaltung »Tokyo Reels Film Festival« verdeutlicht ihren antisemitischen Charakter. Der Japaner Masao Adachi, der die Filmrollen ›Subversive Film‹ verschaffte, war Mitglied der japanischen Roten Armee und arbeitet mit der Terrorbande Volksfront zur Befreiung Palästinas zusammen, die Terroranschläge gegen israelische Zivilisten verübte, darunter das Massaker am Flughafen Lod 1972, bei dem 26 Menschen ermordet wurden.
»Eine eventuelle Wiederaufnahme der Vorführungen der Filme«, fasst das Gremium seine Arbeit zusammen, »wäre nur denkbar, wenn diese in einer Form kontextualisiert würden, die ihren Propagandacharakter verdeutlicht, ihre antisemitischen Elemente klar benennt und historische Fehldarstellungen korrigiert.« – Das wäre mal was: Auf der ›documenta‹ wird der antisemitische Charakter der ›documenta‹ dokumentiert.
Dass die sogenannten Künstler da nicht mitspielen wollen, war zu erwarten. Sie reagierten mit woker Hetze gegen das Gremium. »Wir sind wütend, wir sind traurig, wir sind müde, wir sind vereint«, heißt es in einem Brief. Der Bericht überschreite eine »neue Grenze« der »rassistischen Tendenz« und der »bösartigen Struktur der Zensur«.
Die Filme sind nicht das einzige Zeugnis des antisemitischen Charakters der ›documenta‹. Es gab zum einen weitere sogenannte Kunstwerke, auf denen Juden in einer für den Nationalsozialismus typischen Weise abgebildet wurden. Damit nicht genug, hatten die Künstler kritisierte Motive einfach überklebt, ohne dass das Gremium, das eine Reihe weiterer Objekte untersuchte, informiert worden wäre. An dieser Stelle zeigt sich wieder einmal die enge Verflechtung von antisemitischen Künstlern und den Organisatoren der documenta. »Das Gremium war weder über das Überkleben informiert«, sagte die Leiterin des Leibniz-Instituts Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, »noch über die Entfernung von Werken aus der Ausstellung, sollten diese gezielt entfernt worden sein«. Hier scheint es sich um Vertuschungsversuche zu handeln.
Hauptverantwortlich für den Skandal: Claudia Roth. Sie ist als oberste Kulturwächterin Deutschlands für die Ausstellung zuständig und war im Vorfeld mehrfach gewarnt worden. Vergeblich! Entweder interessiert sie sich nicht für Antisemitismus – oder sie ist selber eine Antisemitin.


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