Im westfranzösischen Nantes ist ein Priester Opfer eines brutalen Mordes geworden. Der tote 60 Jahre alte Geistliche wurde in den Räumlichkeiten der Montfortaner-Priestergemeinschaft in der Ortschaft Saint-Laurent-sur-Sèvre gefunden. Er wurde in seinem Zimmer mit Schlägen auf den Kopf getötet.
Innenminister Gérald Darmanin sprach auf Twitter von einem "dramatischen Mord" und sicherte den Katholiken des Landes "all seine Unterstützung" zu. Staatschef Emmanuel Macron twitterte sein Mitgefühl.
Der Täter hat sich später gestellt und seine Tat gestanden. Es handelt sich um einen 40-Jährigen, der vor einigen Jahren als Asylant nach Frankreich kam. Er arbeitete als freiwilliger Helfer in der Diözese. Trotz mehrere Festgenommen wurde er zuletzt im Juni dieses Jahres wieder aus der Haft entlassen. Angeblich befand er sich in psychiatrischer Behandlung und lebte bei der Gemeinschaft der Monfort-Missionare. Der getötete hatte den Täter selber bei sich untergebracht.
Das bemerkenswerte: Es handelt sich um den gleichen Mann, der vor einem Jahr einen Anschlag auf die Kathedrale von Nantes verübt hatte. Die Kirche war teilweise angebrannt; zerstört wurden die Hauptorgel und einige Fenster. Nach dem Brandanschlag hatte Präsident Macron getwittert: "Nach Notre-Dame steht die Kathedrale Saint-Pierre-et-Saint-Paul im Herzen von Nantes in Flammen".
Gemacht hat die Politik nichts. Marine Le Pen brachte es auf den Punkt: "In Frankreich kann man sich also illegal aufhalten, die Kathedrale von Nantes anzünden, nie abgeschoben werden, und rückfällig werden, indem man einen Priester ermordet", schrieb sie auf Twitter.


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