In Heilbronn wurden während der Beisetzung eines 36-jährigen Deutsch-Irakers die in der Corona-Krise geltenden Abstandsregeln auf dem Friedhof mehrfach verletzt. Die Polizei nahm die Personalien circa 200 Anwesenden auf. 60 Personen wurde wegen Verstoßes gegen das Hygieneschutzgesetz angezeigt.
Ursprünglich hatte ein Imam über Facebook zu einer Trauerfeier für den Deutsch-Iraker ausgerufen. Die Feier sollte vor der Fatih-Moschee stattfinden – Fatih für ›Eroberer‹, ein türkischer Vorname der auf Mehmed II., den Eroberer von Konstantinopel zurückgeht. Nach Rücksprache mit der Polizei zog die Familie die öffentliche Einladung zurück.
Trotzdem fanden sich die Gäste am Friedhof ein. Zunächst wurden die Abstandsregeln eingehalten. Während der Predigt und des gemeinsamen Gebets versammelten sich die Trauernden am Sarg des Verstorbenenund verletzten die Abstandsregeln. Anschließend griff die Polizei ein. Die Beisetzung wurde im kleinen Personenkreis von zehn Teilnehmern fortgesetzt.


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