Eine Bisexuelle und ein Moslem:

Grüne wählen zwei Studienabbrecher zu ihren Chefs

Die Grünen haben sich eine Parteispitze gewählt, die zu ihr passt: Zwei, die nie wirklich arbeiten waren. Und eine, die von der Kanzlerschaft träumt.

Nein, Äußerlichkeiten interessieren hier nicht. Es geht ja auch nicht um gesunde Ernährung. Es geht um die Zukunft der Grünen. Diese Partei wird jetzt von einem Paar vertreten, wie es besser nicht zu ihr passen könnte.

Die eine der Spitzen, Omid Nouripour, stammt aus dem Iran, ist Moslem und lebt seit 1988 in Deutschland. Angeblich hat er bereits in seinem Geburtsland angefangen, Deutsch zu lernen. 1996 machte er sein Abitur. Es folgte ein, laut Wiki, Erststudium durch die Fächer Deutsche Philologie mit ein bisschen Politik- und Rechtswissenschaften, und ein, wiederum laut Wiki, Zweitstudium durch die Fächer Soziologie, Philosophie und Volkswirtschaftslehre. Das war dann wohl zu viel und Nouripour brach beide Studien ab, ohne das klar wird, was ein Zweitstudium ist, wenn das erste Studium niemals erfolgreich beendet werden konnte. Nennen wir es einfach Querbeetstudium.

Und damit sind wir bei der zweiten Spitze der Grünen, Ricarda Lang. Auch sie begann, allerdings erst nach ihrem Abitur im Jahr 2012, ein Studium, blieb aber bei den Rechtswissenschaften und wechselte statt dessen den Studienort: Zuerst Heidelberg, später die links-grüne Hauptstadt Berlin. Nach sieben Jahren brach auch sie ihr Studium ab.

Nach dem Abbruch ihrer Studien beschlossen beide, Politiker zu werden. Sie bei der Grünen Jugend, er bei der Grünen Jugend. Sie startete gleich zum Bundesvorstand der Jugendorganisation durch, er blieb eine paar Jahre in der Provinz und gab sich mit dem Landesvorsitz in Hessen zufrieden. Überhaupt ist das Tempo der beiden kaum zu vergleichen: Nouripour ist seit 1996, also seit 26 Jahren, in seiner Partei und hat sich durch alle möglichen Ämter und Ämterchen nach oben bemüht. Lang ist erst seit 2012, also seit 10 Jahren, bei den Grünen und saß bereits im November 2019, nach 7 Jahren, als frauenpolitische Sprecherin im Bundesvorstand ihrer Partei, während es bei ihm nur zum Beisitzer reichte.

Anders als Frau Lang hatte Herr Nouripour dank seiner längeren Zeit in der Politik reichlich Gelegenheit, seine Standpunkte zu verschiedenen Fragen zu klären. Da weiß man dann, was einen erwartet: Wer im Beirat der antisemitischen Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft tätig ist, bringt dann auch im Bundestag Drucksachen ein, die dafür sorgen sollen, Produkte aus Israel als jüdische Produkte kenntlich zu machen. Deutlicher Antisemit geht wohl kaum.

Dazu passt, dass Nouripour in einer Bundestagsdebatte erklärte, Teile der Scharia in Deutschland einführen zu wollen. Dabei gab er zu, dass es »ganz viele Arten von Scharia« gibt. Wie der Plural überhaupt lautet und welche der vielen Arten genau er meint, wenn Nouripour davon spricht, Teile, die mit dem Grundgesetz vereinbar sind, in Deutschland einführen zu wollen, blieb offen. Vielleicht meint Nouripour es ja auch anders herum und will die Teile des Grundgesetzes gelten lassen, die mit der Scharia vereinbar sind.

Neben politischen Inhalten erwartet Nouripour, dass die Grünen in vier Jahren bei der Kanzlerschaft ein Wort mitreden können. Wen genau er als Kanzler meinte, blieb offen. Sich selber wohl kaum. Denn in Sachen Aufstiegsgeschwindigkeit ist, wie wir sahen, Frau Lang deutlich schneller.

Ob Frau Lang sich das zutraut, das Kanzleramt? – Jedenfalls gehörte sie zu den ersten aus ihrer Partei, die öffentlich Klartext redete über die Kandidatur von Frau Baerbock. »Da gab es Fehler«, antwortete sie dem Spiegel. »Die hat auch Annalena Baerbock selbst eingestanden und auch schon gesagt, dass sie da nochmal nachlegen wird, was die Quellenangaben angeht. Das ist für mich das, was ich erwarte, von einer Kandidatin.« Will wohl heißen: Sie, Ricarda Lang, kann es besser.

Was Ricarda Lang sonst noch erwartet? – Sie ist bekennende Bisexuelle. In einem Interview mit dem Tagesspiegel ging es zu, wie in jedem Karnevals oder Kegelklub. Alles drehte sich das Thema Numero Eins: Um Sex. Aber vielleicht ist das ja so, wenn man im Leben noch nie gearbeitet hat. Bliebe zu fragen, welche Art Scharia zu dieser Art des bisexuellen Lebens und des Lebens von der Arbeit anderer wohl gehört?

Sven von Storch

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.

PayPal

Add new comment

CAPTCHA
Enter the characters shown in the image.
This question is for testing whether or not you are a human visitor and to prevent automated spam submissions.