Mitten in der Corona-Krise erschallte am vergangenen Freitag zum ersten Mal ein moslemischer Gebetsruf über Berlin. Um 13:30 feierten die evangelische Genezareth Gemeinde und der Dar as-Salam Moschee zusammen: In der Kirche läuteten die Glocken, von der Moschee rief der Muezzin zum Gottesdienst.
Trotz der Ausgehbeschränkungen in Berlin erschienen bald darauf etwa 300 Moslems. Als kurz darauf auch die Polizei erschien, ließen sich die Moslems nur schwer davon abbringen, ihren Gottesdienst wie üblich abzuhalten. Laut Einsatzleitung gelang es nur zum Teil, »die Anwesenden zum Abstandhalten zu bewegen.« Es bildeten sich immer wieder Menschentrauben.
Die Polizei kündigte anschließend an: »Sollten sich erneut Menschen vor der Moschee versammeln, wird der Gebetsruf in dieser Form eingestellt. Bitte – bleibt zu Hause.«
Zu dem Gottesdienst hatten die evangelische Genezareth Gemeinde und der ›Dar as-Salam‹-Moschee gemeinsam aufgerufen. Er stand laut Gemeinde unter dem Motto: »Ich höre Deinen Ruf- Gebetsruf als Zeichen des Zusammenhalts in der Corona-Krise«. Zumindest die Christen waren angehalten, zu Hause zu bleiben. Die Moslems nicht.
Auf diesem raffinierten Weg ist es der ›Dar as-Salam‹-Moschee gelungen, dass am Freitag zum ersten Mal in der Geschichte Berlins der islamische Gebetsruf über Berlin erschallte. Weitere gemeinsame Gottesdienste waren laut Gemeinde geplant. »Täglich um Uhr 18.00 und freitags um Uhr 13.30« sollten »christliche und islamische Gebetsrufe erklingen.« Eine evangelische Internetseite versprach: »Die Glocken der Genezareth Gemeinde und der islamische Gebetsruf aus der Dar as-Salam Moschee werden im Gleichklang zum Gebet und zur Einigkeit aufrufen.« Das wurde nach den Zwischenfällen am Freitag abgesagt.
Das Pikante an dem Vorfall: Die ›Dar as-Salam‹-Moschee wird den islamo-faschistischen Moslembrüdern zugeordnet; ihr Betreiber, der Neuköllner Begegnungsstätte e.V., vom Verfassungsschutz beobachtet. Offenbar haben die Leiter der evangelischen Gemeinde kein Problem, gemeinsam mit Verfassungsfeinden zum Gottesdienst zu rufen.
Sollten sich die Moslems demnächst an die Ausgehbeschränkungen halten, ist damit zu rechnen, dass der Ruf des Muezzin in Berlin zur Regel wird.
Jeder nutzt die Corona-Krise eben auf seine Weise für sich aus.


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