Ikone der Klimaretter erklimmt neue pseudo-moralische Gipfel

Medien können feiern_ Greta Thunberg lehnt Umweltpreis ab

Für die Medien ist es ein Festmahl: Greta Thunberg hat einen gut dotierten Umweltpreis abgelehnt. Nun steigt sie moralisch noch höher. Dabei wäre die Annahme sinnvoller gewesen.

Greta Thunberg hat den mit 47.000 Euro dotierten Umweltpreis des Nordischen Rates abgelehnt. Nun steigt sie noch höher auf der moralischen Skala.

In ihrer Begründung verwies die 16-Jährige, deren verkniffen, ernstes Gesicht immer wieder Titelblätter und Mattscheiben ziert, darauf, dass die Auszeichnung für sie zwar eine große Ehre sei, doch die Klimabewegung brauche Politiker, die auf die Erkenntnisse der Wissenschaft hörten und keine Preise.

Vertreterinnen der Bewegung Fridays for Future verwiesen darauf, dass es gerade die nordischen Länder sind, die gemessen an ihrem Wohlstand, am wenigsten fürs Klima täten. Ähnliches hatte auch schon Thunberg über Instagram verbreitet: "In Schweden leben wir so, als hätten wir laut WWF und Global Footprint etwa vier Planeten. Das neu eröffnete Erdöl- und Erdgasfeld 'Johan Sverdrup' soll 50 Jahre lang Erdöl und Erdgas fördern. Öl und Gas, die weltweit 1,3 Tonnen CO2 ausstoßen würden."

Thunberg tingelt seit zwei Monaten für das Klima durch Nordamerika. Die Ablehnung von 47.000 Euro wird sie moralisch weiter erhöhen. Denn kein normaler Mensch, Thunbergs Bekanntenkreis eingeschlossen, wird solche Summen ablehnen können. Das verlangt schon ein besonderes Engagement.

Dabei hätte die 16-Jährige das Geld sinnvoll anlegen können. Etwa für ein Abitur mit nachfolgendem Studium der Fächer Mathematik und Physik. Dann wüsste sie vielleicht endlich mehr zum Thema Klimaveränderung, schriebe nicht mehr Unsinn von "Öl und Gas", die "weltweit 1,3 Tonnen CO2 ausstoßen würden" und kennt Wissenschaft nicht nur vom Hören-Sagen.

Denn natürlich stoßen Öl und Gas an sich erstmal nichts aus. Und die Berichte des Klimarats, auf die sich Thunberg und ihre Nachbeter ständig beziehen, sind Elaborate aus dritter Hand für Leute, die bei einem Forschungsbericht nicht einmal die Zusammenfassung verstehen.

Sven von Storch

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