Die unschuldigen Opfer der Corona-Maßnahmen:

Lauterbach redet Leiden der Kinder im Lockdown klein

Bundesgesundheitsminister leugnet Zusammenhang zwischen seiner Panik-Politik und der erhöhten Zahl von Selbstmordversuchen von Kindern.

Eine Studie von Kinderpsychologen stellt fest, dass die Zahl der Selbstmordversuche von Kindern im zweiten Lockdown im Frühjahr 2021 um das vierfache angestiegen ist. Datenbasis sind die Belegungen von Intensivstationen in mehreren Kinderkliniken. Anders als die Datenbasis der Corona-Politiker handelt es sich also um nachweisliche Fälle und nicht um nachweislich falsche Zahlen.

Doch Karl Lauterbach, SPD, maßgeblich verantwortlich für die seit zwei Jahren tobende, verantwortungslose Panik-Politik der Regierenden, leugnet einfach die Ergebnisse der Studie. Der Minister gestand zwar ein, dass die Maßnahmen für Kinder extrem belastend sind, bezweifelte aber einen direkten Zusammenhang zwischen den von ihm unterstützten strengen Lockdown-Maßnahmen und den psychischen Folgen. Angeblich gäbe die Studie das so nicht her, behauptete der Gesundheitsexperte, der kein ausgewiesener Virologe und schon gar kein Kinderpsychologe ist. Lauterbach behauptete weiter, diese Art der Probleme gebe es auch in Staaten, in denen weniger Maßnahmen ergriffen worden sind. Ein Beispiel nannte er nicht.

Laut Lauterbach liegt das Problem an der »furchtbaren Pandemie«. Es dürfe jetzt nicht dem damaligen Lockdown »in die Schuhe geschoben werden«. Dabei sind die medizinischen Daten eindeutig: Das Corona-Virus schadet Kindern nur in seltenen Fällen, hat also sicherlich keine größeren psychischen Schäden bei Kindern bewirkt, schon gar keine Selbstmordversuche. Belastend sind für die Kinder allein die Maßnahmen der Regierenden, ganz zuerst die verhängten Lockdowns.

Ein Vertreter der AfD warf Lauterbach Relativierung der Schäden seiner Maßnahmen vor. »Politiker wie Lauterbach«, erklärte der familienpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion, Martin Reichardt, »haben seit Beginn der Pandemie Kinder mit einer Angst-Rhetorik überzogen, sie zur Gefahr für ihre Großeltern propagiert«. Die Schulschließungen hätten ihr übriges dazu getan. »Jetzt zu behaupten, auch ohne diese Maßnahmen wären Kinder vermehrt selbstmordgefährdet, zeugt von einem hohen Maß an Realitätsverleugnung.«

Selbst vom Regierungspartner kam Kritik am Gesundheitsminister. »Es ist davon auszugehen, dass ein Lockdown ihre Situation verschärft«, erklärte die bildungspolitische Sprecherin der Grünen Nina Stahr.

Allein die Sozialdemokraten unterstützen Karl Lauterbach in seinem laienhaften Urteil über die Studie. »Der Gesundheitsminister hat recht«, behauptete der Fraktionsvize der SPD, Sönke Rix: »Bislang fehlt der wissenschaftlich eindeutige Beleg dafür, dass der Lockdown für die Zunahme psychischer Belastungen bei Kindern und Jugendlichen ursächlich ist.« Allerdings musste Rix eingestehen, dass es naheliegend sei, dass sich die Einschränkungen durch den Lockdown auf das Wohlbefinden von Jugendlichen ausgewirkt hätten. Eine eigene Erklärung für die nachgewiesene Vervierfachung der Selbstmordversuche lieferten weder Lauterbach noch sein Parteikollege. Und soviel ist klar: Der Anstieg steht nicht zur Debatte, sondern ist Fakt. Da hilft Lauterbach keine noch so gewundene Ausrede.

Sven von Storch

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