Klimaretter haben es schwer

Greta Thunberg findet Billig-Segler zurück nach Europa

Nach ihrer medienwirksamen Amerikareise hatte Greta Thunberg es schwer, CO2-frei wieder nach Europa zu kommen. Jetzt hat sie eine Mitfahrgelegenheit gefunden.

Klimaretter haben es schwer. Nach ihrem medienwirksamen Segeltörn in die USA fand Greta Thunberg keine Möglichkeit, CO2-frei wieder nach Europa zu kommen. Denn die UNO-Konferenz, die eigentlich in Chile stattfinden sollte, wurde wegen der von Linken inszenierten Unruhen nach Spanien verlegt.

Jetzt hat sie eine Mitfahrgelegenheit gefunden. Denn einfach in einen Billig-Jet steigen, war nicht möglich. Das hätte ihren Nimbus als Klima-Ikone zumindest angekratzt. Der ganze Mythos vom Klimawandel samt Weltuntergang hätte womöglich gelitten und einer rationalen Herangehensweise Platz gemacht.

Doch gestern stach sie von Virginia an der Ostküste der USA wieder in See. Die Live-Ortung des Bootes funktionierte laut Die Welt noch nicht. »Wir segeln nach Hause«, schrieb die 16-Jährige verbissene schwedische Nervensäge daher auf Twitter und Instagram. Zur Verbreitung der Propaganda müssen also vorerst die üblichen Internetkanäle herhalten.

Für mediale Spannung wurde im Vorfeld gesorgt. Thunberg hat nur 19 Tage Zeit, bis die Klimakonferenz in der spanischen Hauptstadt beginnt. Ob sie pünktlich ankommt, ist daher offen. Zunächst hatte die Aktivistin die spanische Regierung um Hilfe gebeten. Die sagte zu. Doch dann wurde Thunberg von einem Paar, das gerade die Welt umsegelt, die Mitfahrt auf ihrem Katamaran angeboten. Das Schiff ist mit Solarpaneelen und Wasserkraftgeneratoren ausgerüstet und bewegt sich somit praktisch emissionsfrei um den Globus.

Natürlich verbreitet Thunberg politische Botschaften. Dazu gehört die übliche Hetze gegen Präsident Trump. Aber dazu gehört auch subtilere Propaganda, wenn sie sagt: »Indem ich segele, will ich noch einmal die Tatsache unterstreichen, dass es in den heutigen Gesellschaften praktisch unmöglich ist, nachhaltig zu leben.« Will heißen: Wer schlecht lebt, zeigt, dass man nicht gut leben kann. Eine äußerst raffinierte Methode, der durch und durch doppelmoralischen Show, einen tieferen Sinn abzugewinnen. Denn diese Art des medienwirksamen, kostspieligen Lebens auf See können sich bestenfalls einige wenige leisten – die anderen müssen mehr oder weniger CO2–lastig arbeiten gehen. Es sei denn, sie finden jemanden, der ihnen eine kosten– und klimaneutrale Unterkunft bietet – oder eine Überfahrt von den USA nach Europa.

Sven von Storch

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