Klima-Ikone auf dem Weg nach New York

Fährt Greta Thunberg klimaneutral über den Atlantik_

Greta Thunberg fährt nach Amerika. Klimaneutral geht das nicht. Aber Thunbergs Gefährt zieht gleich eine dicke Wolke CO2 hinter sich her.

Seit Lindberghs Überquerung des Atlantik wirbelte keine Fahrt nach Amerika so viel Staub auf, wie die Segeltour der schwedischen Klima-Ikone Greta Thunberg. Auf einer Rennyacht aus bestem Stall bewegt sie sich fort.

Der Grund für den medialen Zirkus ist einfach: Wenn eine Klima-Ikone reist, dann klimaneutral. Ein Flugzeug, ein Kreuzfahrtdampfer oder eine Fregatte der Bundesmarine ist also keine Option. Was liegt da näher, als auf einem Segelschiff überzusetzen. Aber reist Greta Thunberg deshalb klimaneutral?

Soviel ist sicher. Allein der Rummel um den Segeltörn produziert mehr CO2 als die Aida-Flotte an einem Tag vor Venedig. Journalisten, die Pressekonferenzen besuchen, Kommentatoren, die ihre Rechner bedienen, Interviews mit der Auserwählten - das alles sind Aktivitäten, die CO2 produzieren.

Aber auch die Überfahrt verläuft nicht klimaneutral. Die Rennyacht kostet nicht nur ein Vermögen; sie ist auch in der Produktion wahrscheinlich ein Klimasünder der Extraklasse. Aber was solls; bei Elektroautos verfahren die Klimaretter ebenfalls wie Tante Krause, die meint, ihr Auto wäre günstiger als die Bahn, weil das Auto ja dasteht. Die Kosten für die Anschaffung hat sie nicht auf der Rechnung.

Richtig klimasündig aber wird die Begleitung der Fahrt von Greta Thunberg über den großen Teich. Sobald die Yacht in Reichweite amerikanischer Medien kommt, werden Hubschrauber der potentiellen Friedensnobelpreisträgerin entgegengeschickt. Bilder von der im Wind liegenden Yacht werden die Journalisten teuer verkaufen. Und was so ein Hubschrauber an CO2 produziert, kann man sich denken.

Nun könnte man das alles in seiner Vorbildfunktion noch immer als Klimarettung verkaufen. Greta Thunberg ist dann eine Art Stoßarbeiter der Klimabewegung. Wie Stachanow einstens im Sozialismus beweist sie, was der Einzelne könnte, wenn er denn wollte.

Doch kurzes Nachdenken zeigt: Wenn jeder demnächst nach Amerika mit dem eigenen Segelboot fährt, ist dem Klima herzlich wenig geholfen.

Nein, die Segeltour der Greta Thunberg ist Show. Es ist Propaganda in Reinkultur, wie man sie sonst nur aus Kriegszeiten kennt. Und was für ein Zufall: Ein Kameramann ist auch mit an Bord.

An dieser Fahrt ist gar nichts klimaneutral. Neutral ist nur der Geruch des produzierten CO2. Denn Kohlendioxid riecht nicht. Es riecht so wenig wie das Geld, das mit der Klima-Ikone und ihrer Überfahrt von vielen gemacht wird.

Sven von Storch

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