Waffel-Update:

Bahlsen sollte ›Afrika‹ gleich noch einmal umbenennen

Der Keks-Hersteller Bahlsen hat auf Druck von Minderheiten ein Produkt umbenannt. Und nicht nur das.

Auf Druck von farbigen Minderheiten und ihren Unterstützergruppen hat der Keks-Fabrikant Bahlsen ein Produkt umbenannt. Wo es vorher ›Afrika‹ knäusperte, da knusppert es jetzt ›Perpetum‹. Das klingt politisch korrekt, das klingt anti-rassistisch – also schmeckt es auch gut. Die Leute werden es kaufen.

Und warum, haben sich die Keks-Hersteller wohl gedacht, warum sollen wir das Gute nicht mit dem Gewinnbringenden verknüpfen. Also wurde nicht nur Verpackung verändert. Die Waffeln wurden auch teurer.

Doch Bahlsen wäre nicht Bahlsen, wenn die Preiserhöhung leicht einsehbar wäre. Sie wurde versteckt. Bei gleichem Preis enthält die einzelne Packung nicht mehr 130 Gramm Waffelgebäck, sondern 33 (!) Gramm weniger, also 97 Gramm. Eine Preiserhöhung um satte 34 Prozent.

Damit auch der eingefleischte, oder besser der eingekekste Gesundheitsapostel nichts merkt, blieben auch die Zutaten und Nährwerte gleich. Nicht einmal die Größe der Packung und die Zahl der Waffeln hat sich verändert. Die schwarzen Kekse sind lediglich kleiner geworden. »So führt man«, kommentiert ein Verbraucherschützer, seine »Kunden hinters Licht«.

Diese Tricks nicht wahrlich nichts Neues. Bahlsen hat sie schon bei seinen Erdnusslocken probiert. Neu ist nur, dass die Keks-Fabrikanten jetzt, wie die Hilfsindustrie, Schwarze als brauchbare Einnahmequelle entdeckten.

Um Betrügereien handelt es sich so oder so. Passender wäre daher gewesen, die Waffeln nicht ›Perpetum‹, sondern ›Knusperhütchen‹ zu nennen – oder ›Getürkt‹.

Sven von Storch

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