Die Abkürzung ACAB steht für ›All Cops are Bastards‹ - zu deutsch: ›Alle Bullen sind Bastarde.‹ Verwendet wird sie von den Banden der Antifa, aber auch von Skinheads und Punks. Dass sie zur Beleidigung von Polizisten dient, muss man nicht eigens betonen. Und natürlich wird zur Beleidigung, wie meistens heute, ein englischsprachiger Ausdruck verwendet.
Mit der einer Art Sprachkultur der Antifa hat das wenig zu tun. Nein, sowohl Abkürzung als auch Sprache dienen einen einzigem Zweck: Den beleidigenden Charakter des Ausspruchs zu wahren und nicht zeigen zu müssen, was man eigentlich ist: Ein Rassist.
Denn Bastarde wurden in früheren Zeiten uneheliche Kinder genannt. Der Begriff war juristisch gemeint, denn er war mit der rechtlichen Anerkennung des Kindes in der Regel durch den Vater verbunden. Zum Schimpfwort wurde ›Bastard‹ erst später. Und das ist der springende Punkt.
Nach dem Ersten Weltkrieg und der Besetzung des Rheinlands durch die Truppen der Alliierten wurden die Kinder von schwarzen, zumeist französischen Besatzungssoldaten und deutschen Frauen als ›Rheinlandbastarde‹ bezeichnet. Die Nationalsozialisten sprachen schlicht von einer »Bastardierung«, mitunter auch »Bastardisierung« – es bliebt zunächst Alfred Rosenberg vorbehalten, von einer »Verköterung Europas« zu sprechen. Die ›Köterrasse‹ lässt grüßen.
Jemanden als Bastard zu bezeichnen, heißt also nicht nur, sich der Sprache der National-Sozialisten zu bedienen – allein das positioniert die Antifa dahin, wo sie politisch und moralisch tatsächlich steht. Aber es beweist auch den Geist, den diese Abkürzung verbreitet: Tiefsten Rassismus. Daher reicht es nicht zu sagen, die Verbindung zu den National-Sozialisten sei den schwarz-gekleideten, linken Schlägern nicht bekannt; es sei also eine Sache schnöder Unwissenheit. Auf die können sich, allerdings nur bedingt, jene Punks berufem, die den rassistischen Hintergrund des Akronyms ABAB bedachten und ins vermeintlich unpolitische ›Acht Cola Acht Bier‹ umbenannten.
Im Geist sind die linken Banden der Antifa mit den rechten Banden von damals über ihre Wortwahl verbunden. Dazu gehört auch die Ablehnung der Polizei. Die republiktreuen Polizeiverbände der Weimarer Republik waren den Nazis wenigstens genauso verhasst, wie die Polizei den Schlägern der linksradikalen Antifa. Allerdings gingen erstere niemals so weit, die Polizisten mit rassistischen Hassvokabeln zu zeichnen. Das ist ein Merkmal linksradikaler Rassisten.


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