Daten des Robert-Koch-Instituts werfen Fragen auf

Tötet Merkel-Lockdown mehr Alte_

Daten der Robert-Koch-Instituts belegen, dass im Lockdown mehr alte Menschen an Corona sterben als vor dem Lockdown.

Immer wieder begründen die Bundesregierung und die ihr folgenden Länderregierungen den Merkel-Lockdown mit dem Leiden der Alten. Medienwirksam werden Impfungen von über 100-Jährigen inszeniert –Bilder der politischen Führungsfiguren, wie man sie in Deutschland schon sehr lange nicht mehr sah.

Ein Blick in die Daten des Robert-Koch-Instituts verrät aber ganz andere Fakten. Sie widersprechen den Behauptungen der Regierung und laufen auf die einfache Erkenntnis hinaus: Der Anteil der Älteren an der Gesamtheit der Infizierten steigt im Lockdown deutlich an. Und da die Sterblichkeit der Alten ohnehin höher ist, lässt sich sagen: Der Merkel-Lockdown tötet vor allem die Alten.

Diese Entwicklung zeigte sich bereits im März des vergangenen Jahres. Vor Beginn des Lockdowns verteilte sich die Anzahl der Infizierten über die verschiedenen Altersstufen in der 11.Woche wie folgt:

Die meisten Infizierten sind zwischen 50 und 55 Jahre alt; die Zahl der Alten über 75 ist recht gering.

Nachdem am 17.März der 1.Lockdown begann, ändert sich das Bild in wenigen Tagen. Zwar ist in der 12.Woche, der Woche, in der der Lockdown begann, noch keine Verschiebung zu sehen. Doch eine Woche darauf sieht die Verteilung wie folgt aus:

Nicht nur der Anteil der Alten über 90 Jahre hat sich mehr als verdoppelt. Auch für die Altersgruppen bis 70 haben sich die Werte deutlich erhöht. In Woche 16 hat sich das Bild völlig verändert:

Als sich Mitte Mai die Lage wieder entspannt und die Maßnahmen ausgesetzt werden, entwickelt sich die Verteilung der Infizierten über die Altersgruppen wieder zurück. In der 28.Woche, Anfang Juli, entfällt auf die Alten wieder ein deutlich kleinerer Teil der Infizierten:

Beim Merkel-Lockdown ab Anfang November wiederholt sich genau diese Entwicklung. Wieder steigt der Anteil der Alten an der Gesamtheit der Infizierten deutlich über den Wert von vor dem Lockdown. Nach zwei Wochen Merkel-Lockdown ergibt sich die folgende Verteilung:

In der letzten Woche des Jahres hat sich wieder die Situation vom Frühjahr ergeben.

Daran hat sich bis heute nichts mehr verändert.

Selbstverständlich ist zu fragen, welche Gründe die Verschiebung tatsächlich hat. Man sollte also nicht den Fehler der Regierung wiederholen und erhöhte Infektionszahlen schon als Zeichen einer massiven Ausbreitung des Virus zu deuten – vielleicht wurde auch nur mehr und anders getestet. Da das RKI dazu aber Zahlen nicht liefert, muss man hier spekulieren. Dass die Zahlen im Sommer zwischen den beiden Lockdowns wieder in die ursprüngliche Verteilung zurückpendelten, spricht jedoch eher gegen eine veränderte Verteilung der Tests.

Die statistisch nachweisbare und signifikante Verschiebung der Zahl der Infizierten hin zu den Älteren hat fatale Folgen für die Risikogruppe: Da sie weitaus häufiger im Fall der Infizierung sterben, steigt auch ihr Anteil an den Toten. Sie leiden also ebenso am Merkel-Lockdown wie die anderen Bürger. Nur bezahlen sie mit ihrem Leben.

Sven von Storch

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.

PayPal

Add new comment

CAPTCHA
Enter the characters shown in the image.
This question is for testing whether or not you are a human visitor and to prevent automated spam submissions.