Die Lage im China verspricht Hoffnung auf Besserung. Die Zahl der Neuinfizierten steigt im kommunistischen Machtbereich nur noch leicht. Um das zu erreichen, hat Peking drastische Maßnahmen ergriffen und rigoros durchgesetzt. Für einige Regierungen in Europa scheint China daher eine Lösung zu bieten.
Nur: Stimmen die Zahlen aus dem Reich der Mitte denn überhaupt?
Das Corona-Virus ist den Machthabern in Peking seit Mitte November bekannt. Mitte Dezember wurde eine zweistellige Zahl von Neuinfektionen registriert. Auch das war den Behörden bekannt. Am 30. Dezember informiert ein chinesischer Arzt Kollegen über die neue Krankheit – und wird daraufhin von den örtlichen Behörden verwarnt. Einen Tag später, am 31.Dezember, wendet sich die Regierung in Peking an die Weltgesundheitsorganisation WHO.
Trotzdem lässt China weiterhin Fluggäste aus aller Herren Länder nach China ein- und vor allem auch wieder ausreisen. Sie verbreiten das Virus auf diese Weise mehr oder weniger über den ganzen Erdball. Statt von einem chinesischen, hätte Donald Trump daher vielleicht besser von einem »kommunistischen Virus« gesprochen. Denn die Kommunistische Partei Chinas ist Schuld an der Ausbreitung dieser Gefahr. Und es stellt sich durchaus die Frage, wie man die Herrschaften zur Verantwortung zieht.
Folgerichtig streut das kommunistische Außenministerium mittlerweile systematisch Falschinformationen und Verdächtigung ins Internet. In einem Tweet setzte es vor einer Woche die unbewiesene Behauptung in Umlauf, das Corona-Virus könne der US-Army entstammen und die hätte das Virus auch gleich nach Rot-China gebracht. Hetze gegen USA und Präsident Trump kommt in Europa gut – das wissen die Linken in Peking.
Im kommunistischen Riesenreich passiert nichts ohne das Wissen der Partei-Zentrale in Peking. Sowohl die Vertuschung zu Anfang als auch die Schuldzuweisung Richtung Washington folgen einem Muster.
Und nun liefert Peking Zahlen über Neuinfektionen. Angeblich ist die Zahl praktisch auf Null gesunken. Dank der stringenten Maßnahmen der Kommunisten, versteht sich.
Doch wer sagt, dass die Zahlen auch stimmen?
Mehrmals hat die Regierung im Februar die Zählweisen in für sie günstiger Weise verändert. Denn mit bessere Zahlen und einem Europa, das als Epizentrum eingeschätzt wird, scheint auch die Schuld der chinesischen Kommunisten für die Corona-Krise zu schwinden.
Also sollte man den aus Peking gelieferten Zahlen jetzt nicht plötzlich trauen. Erst wenn unabhängige Beobachter im kommunistischen Machtbereich eigene Erhebungen durchführen dürfen, erst dann ist Vertrauen angebracht.
Denn andernfalls werden Wirkungen der rigiden Maßnahmen völlig falsch eingeschätzt. Und ein weiteres Mal würden die Vertuscher und Lügner der Pekinger Behörden und Parteiorgane die Bürger anderer Länder gefährden.


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