Auch wenn jede Gefahr relativ ist, lässt sich nach mittlerweile über 28 Millionen Impfungen sagen: Die Impfungen gegen Corona sind noch immer gefährlich. Das lässt sich dem neuen Sicherheitsbericht des Paul-Ehrlich-Instituts entnehmen, der am 7. Mai veröffentlicht wurde.
Fast 50.000 Fälle von Nebenwirkungen ergeben einen Wert von 173 Fällen pro Hunderttausend Geimpften. Darunter waren 3.446 schwere Fälle. AstraZeneca schneidet mit seinem Impfstoff deutlich schlechter ab. Schwere Komplikationen ergaben sich, je nach Vergleichsimpfstoff, etwa drei- bis viermal so häufig.
Die Zahl der gemeldeten Todesfälle liegt bei 512. Und im Unterschied zu Corona ist in diesem Fall sicher, dass jemand an der Impfung und nicht mit der Impfung verstarb. Allerdings ist hier das Risiko bei den Impfstoffen anders verteilt: BioNTech liegt mit 1,96 Toten auf 100.000 Impfungen fast doppelt so hoch wie AstraZeneca. Wenn es also mit BioNTech Komplikationen gibt, dann sind die Auswirkungen deutlich schwerer und mitunter tödlich.
Wie gesagt: Gefahr ist relativ. Im Fall einer Impfung gegen eine saisonale Grippe ergeben sich 2015 bei 211 Millionen verabreichten Dosen 1036 Fälle von Nebenwirkungen, das sind 0,00000491 oder 0,49 Fälle auf Hunderttausend Geimpfte, meldet der Tagesspiegel. Noch einmal: Bei den aktuell eingesetzten Impfstoffen liegt die Zahl bei 173. Und dabei ist nicht berücksichtigt, dass von den 1036 Meldungen nur 169 anerkannt wurden.
Das Risiko an den Nebenwirkungen einer Corona-Impfung zu leiden oder gar zu sterben ist also das 200-fache höher als bei einer Impfung gegen Grippe.


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