Bei der Teilnahme am Fastenbrechen hat Bischof Meister den eigentlich Sinn des Fastens erkannt. Es erinnert uns daran, »wie wenig selbstverständlich es ist, dass wir jederzeit zu essen und zu trinken haben.« Dass es anders sein könnte, komme ihm in der Regel nicht in den Sinn, ergänzt die Evangelische Nachrichtenagentur idea.
»Deshalb«, schreibt der Bischof in der Presseerklärung, »ist der Ramadan wichtig, auch für uns evangelische Christinnen und Christen, die wir in diesen Tagen nicht fasten. Als Muslime erinnern Sie uns daran, allezeit dankbar zu sein für die guten Gaben, die Gott uns schenkt. In diesem Sinne tun Sie einen Dienst für die ganze Gesellschaft.«
Das ist in soweit richtig, als wir gut daran tun, uns unserer Begrenztheit bewusst zu bleiben. Nur ist diese Pflicht zur Demut durch und durch christlich und keine Erfindung von Moslems. Im Gegenteil. Mohammed führte eine seiner wichtigstens Schlachten im Monat Ramadan, die ägyptischen-arabischen Streitkräfte überfielen Israel im Ramadan und zugleich am Jüdischen Versöhnungsfest Jom-Kippur, Terroristen nutzen den Fastenmonat regelmäßig für ihre schwersten Anschläge aus.
Solange Männer wie Ralf Meister, die den Geist ihrer eigenen Religion nicht kennen und den des Islams ignorieren, Bischöfe sind, werden den Gemeinden die Mitglieder weiter in Scharen weglaufen und die Kirchen leer bleiben. Vielleicht ist es ja eine Art Fastenzeit, die wir brauchen, um wieder zum Glauben zu finden.


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