Die Sieben-Tage-Inzidenzen schnellen nach oben und schon läuft die Propagandamaschine des Corona-Regimes heiß. Aus Bayern kreischt Ministerpräsident Söder, die Apokalypse sei nah. Und natürlich ist auch Tierarzt Doktor Wieler, der Chef des Robert-Koch-Instituts, unter den Warnern. In einer im Internet übertragenen Diskussion mit Sachsens Ministerpräsident Kretschmer, CDU, malte er die Lage in schrecklichen Farben: »Die Prognosen sind superdüster«.
Um die Prognose superdüster zu machen, übt sich Wieler im Dreisatz: Auf der Basis der Behauptung, dass die Todesrate bei Infizierten mittlerweile 0,8 Prozent betrage, schließt er: »Das heißt, von diesen 52.000 (täglich Infizierten) dort werden – und da ist nichts mehr dran zu ändern – 400 etwa sterben.« Damit nicht genug. »Hinter diesen 52.000«, rechnet Wieler vor, »verbergen sich mindestens noch einmal doppelt oder dreimal so viele (neu Infizierte). Das müssen wir auch im Kopf haben.« Mit anderen Worten: In Kürze sterben 1.200 mit Corona infizierte pro Tag. So Doktor Wieler.
Wenn der Leiter einer Behörde, die sich seit April 2020 bestenfalls im Tricksen mit Daten und Zahlen einen Namen gemacht hat – erinnert sei an die Spielchen mit der Reproduktionszahl R, deren Berechnung vom Robert-Koch-Institut alle paar Wochen geändert worden ist, damit am Ende keiner mehr durchblickt und vor allem keine Vergleiche anstellen kann; wenn der Leiter einer solchen Behörde nun hingeht, und in einem Satz erst von doppelt, und dann plötzlich von dreimal so vielen Infizierten redet, wobei schon die Verdopplung aus dem Trüben einer Dunkelziffer gefischt worden war – dann sei der Hörer gewarnt.
Bereits ein Blick auf die bekannten Zahlen beweist: Die 0,8 Prozent ist eine reine Phantasiezahl. In Deutschland wurden bisher insgesamt offiziell 5.129.950 Personen infiziert und von denen sind 98.274 verstorben. Das sind nicht 0,8 Prozent, sondern 0,2 – ein Unterschied, für den sich Doktor Wieler offenbar nicht interessiert. Dabei sind ihm die Zahlen hoffentlich geläufig; sie sind von gestern und stammen aus seiner eigenen Behörde.
»Was mir wichtig ist«, setzt Wieler unbeirrt fort, »das müssen alle, die jetzt zuhören, ganz klar begreifen: Daran gibt’s nichts mehr zu ändern. Wir können das nicht mehr ändern. Diese Menschen sind ja infiziert.« Interessant, wie Herr Wieler seine Prognosen als Fakten verkauft. Und dabei vergisst: Man könnte zum Beispiel die Zahl der Intensivbetten endlich erhöhen. Würde der Chef des RKI genau darauf verweisen, auf den Betrug, das Angebot an verfügbaren Intensivbetten ständig zu verkleinern, verweisen und das vor laufender Kamera – dann klänge er glaubhaft. Dann könnte man ihm auch seine Kritik an den Politikern glauben.
Doch die Intensivbetten, von denen man wusste, dass sie gebraucht werden würden, diese Betten sind weg. Das ist der Skandal, auf den das Bild passt, das Wieler verwendet: »Das ist ein Eimer Wasser, der ist ausgeschüttet, den kriegen Sie nicht mehr rein«. »Das Kind ist in den Brunnen gefallen. Wir können nur noch nach vorne gucken, dass wir hoffen, dass alles besser wird.«
Aber Tierarzt Doktor Wieler kümmern Intensivbetten nicht. Andernfalls würde er es wagen zu behaupten: »Aber die alle – da sterben 400 von in den nächsten Wochen – Da kann keiner mehr was ändern. Mit bester medizinischer Versorgung nicht.« – Doch, Herr Wieler. Hätte die Regierung ihren eigenen Warnungen und Panikkonzerten folgend die Zahl der Intensivbetten ausgebaut, dann würde sich etwas ändern.
Und ihn kümmern auch die Kinder nicht, an denen gerade ein Großexperiment mit Impfungen und Booster-Impfungen unbekannten Ausmaßes durchgeführt wird. So gesehen hat Herr Doktor Wieler recht, wenn er sagt: »Es herrscht eine Notlage in unserem Land. Wer das nicht sieht, der macht einen sehr großen Fehler.« Allerdings in einem ganz anderen Sinn, als er bereit ist, einzusehen.


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