Annalena Baerbock ist für einiges bekannt: Für ihre Hochstapeleien, für ihre Gehversuche als Autorin von Sachbüchern und natürlich für ihre Bademäntel und für täglich neue Kleider, – das Tragen eines Stahlhelms gehörte bisher nicht zu ihren Accessoires. Aber unter genau einem solchen ist die Außenministerin auf Fotos zu sehen, die seit gestern von den Medien herumgereicht werden. Grad so, als würden diese Bilder mehr zur Abwehrkraft der ukrainischen Truppen beitragen als Haubitzen und Panzerabwehrraketen.
Vielleicht ist das ja so. Vielleicht werden die Soldaten Putins mit dem Pin-Up-Girl Annalenskaja im Innenraum ihres Panzers und vor Augen die richtige Ausfahrt nach Kiew verpassen. Vielleicht. Wahrscheinlicher ist, dass sich die russischen Soldaten, um einen bösen Witz aus den letzten Tagen des letzten großen europäischen Kriegs zu zitieren, »totlachen werden«. Denn Frau Baerbock hat mit diesem Aufzug für einen weiteren Lacher auf ihre Kosten gesorgt.
Wer in Reichweite möglicher russischer Scharfschützen noch die FFP2-Maske trägt, der ist entweder mittlerweile mit ihr verwachsen oder er befindet sich nicht an der Front, sondern ein ganzes Stück weiter hinten. Bei Baerbock muss man wohl annehmen, dass sie an der Front nicht nur die Maskenpflicht, sondern auch die Abstandsregel befolgt. Und je größer der ist, umso besser.
Und das ist auch gut so. Denn welcher ukrainische Sicherheitsmann will schon für Annalena Baerbock sein Leben riskieren, damit die medienwirksam in die Kamera blicken kann. Wieder in Deutschland zurück, sollte die Völkerrechtlerin auf General McArthur verweisen, der 1944 seine ersten Schritte bei der Landung auf den Philippinen auch filmen ließ und das gleich zweimal. Eine Maske trug er allerdings nicht. Aus gutem Grund, wie das Video mit Frau Baerbock zeigt, in dem sie die Maske fortwährend vom Mund wegzieht, weil sie sonst keine Luft kriegt.
Aber vielleicht ist die ganze Aktion ein Propaganda-Coup der besonderen Art: Die schmalen Augen und das rosig-ernste Gesicht unter Stahlhelm wurden vielleicht erkoren, die neue feministische Ostpolitik zu symbolisieren. Und vielleicht gelingt es ja mit Annalena Baerbock als Frontschwein vor Charkow die Bilder der letzten deutschen Soldaten, die im Donbas Stahlhelm tragend Stellung bezogen, vergessen zu machen. Allzu wahrscheinlich ist das nicht.


Add new comment