Alle Welt klagt über das Chaos in Kabul. Nachdem die Stadt von den Taliban erobert wurde, strömten tausende Afghanen zum Flughafen, um einen Platz in einer Maschine zu ergattern und ins Ausland zu gelangen. Unter ihnen Asib Malekzada.
Als der Projektmanager aus Kassel zum Kontrollposten der Taliban kommt, berichtet er der Bild-Zeitung, hätte er seinen Deutschen Pass vorzeigen können. Seit seinem 10 Lebensjahr lebt er in Deutschland. Doch seine Verlobte hat keinen Pass und auch kein Visum. Aus naheliegenden Gründen will er seine Zukünftige nicht in Afghanistan lassen.
Unterstützung von den deutschen Vertretern vor Ort erhält er nicht. "Ich bin wütend", sagt er. "Seit ich 16 bin, engagiere ich mich in Deutschland ehrenamtlich, sogar in einer Partei, der SPD. Und jetzt lassen sie uns einfach im Stich!". Seine wiederholten Bitten werden ignoriert. "Sie müssen uns helfen, aus diesem Kalifat rauszukommen." Es hilft nichts.
Bis zum Flughafen gelangte der gebürtige Afghane dann mit einem Trick: Als ein Taliban von ihm einen Papiere verlangt, behauptet er, ein Diplomat zu sein und zeigt seinen Parteiausweis. Er ist SPD-Mitglied und offenbar hat das die Posten wohl überzeugt. Andere behaupten, der Posten konnte nicht lesen und habe Asib Malekzada deshalb passieren lassen.
Allerdings wird auch erzählt, dass der listige Asib Malekzada das alles nur erfunden habe, um die Behörden zu täuschen. In Wirklichkeit sitzt er noch in Kabul und hat mit seiner Geschichte die Aufmerksamkeit der deutschen Medien geweckt. Nun hofft er, Afghanistan mit Unterstützung der Medien verlassen zu können.
Eine schöne Geschichte, die beweist, dass auch unzulängliche, ja kindische Mittel zur Rettung dienen können.


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