So was kommt von so was: Mahmud Abbas, der Vertreter der Araber, die in Judäa und Samaria leben, wurde in Berlin zu einer gemeinsam mit Kanzler Scholz durchgeführten Pressekonferenz eingeladen. Dort nutzte Abbas die Gelegenheit, den Holocaust zu relativieren – in Deutschland eine Straftat. Kanzler Scholz stand daneben und sagte – Nichts!
Der Palästinenservertreter ist dafür bekannt, dass er den Holocaust, also die Ermordung der Europäischen Juden, immer wieder relativiert.
Gestern wurde ihm die Gelegenheit zur Straftat bei einer Pressekonferenz mit Kanzler Scholz von einem Journalisten gegeben, der Abbas fragte, ob er sich im Namen der Palästinenser bei Israel und Deutschland den Anschlag palästinensischer Attentäter auf die israelische Olympia-Mannschaft 1972 in München entschuldigen wolle. Bei dem Attentat wurden elf Israelis und ein deutscher Polizist ermordet.
Abbas antwortete darauf: »Wenn wir weiter in der Vergangenheit wühlen wollen, ja, bitte, ich habe 50 Massaker, die von Israel begangen wurden. Die auch in Dokumentarfilmen festgehalten wurden (...). 50 Massaker – 50 Holocausts«.
Statt sofort zu reagieren, blieb Olaf Scholz stumm.
Der Chef der CDU, Friedrich Merz, schrieb anschließend auf Twitter, das Verhalten von Scholz sei »unfassbar«. Scholz hätte »klar und deutlich widersprechen« und Abbas »bitten müssen, das Haus zu verlassen!«
Dass der Kanzler nicht gewusst haben soll, mit wem er vor der Kamera steht, kann ausgeschlossen werden. Der Araber Mahmud Abbas hatte 2018 behauptet, das jüdische Volk sei mit Schuld am Holocaust gewesen. Ursache sei nicht Judenhass, sondern das »soziale Verhalten« der Juden gewesen – eine klassische Stereotype, der sich die Nazis durchweg bedienten.
Seit Wochen überziehen Palästinenser Israel mit Gewalt. Abbas hat die Gewalttaten und Morde der Araber aus Judäa und Samaria wiederholt unterstützt. So schrieb er 2015 nach einer mörderischen Messerattacke: »Wir preisen jeden Tropfen Blut, der für Jerusalem geflossen ist«. Weiter sprach Abbas immer wieder von Israel als einem ›Apartheid-Staat‹.
Das Schweigen von Scholz könnte verschiedene Gründe haben. Vielleicht war er tatsächlich schockiert. Allerdings vertritt Abbas einen Standpunkt, wie er in Teilen der SPD, der Grünen und der Linken seit Jahrzehnten vertreten wird. Scholz könnte also auch mit Rücksicht auf seine Koalition und mögliche Koalitionen mit der Linken geschwiegen haben. Oder er dachte an die moslemischen Migranten, die in ihrer Mehrheit ähnlich antisemitisch eingestellt sind wie Mahmud Abbas.


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