Aus Anlass des Mordes an einem Lehrer in Frankreich, der in seinem Unterricht Mohammed-Karikaturen diskutieren ließ, hat der Chef des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, ein zunehmendes Klima der Einschüchterung durch moslemische Eltern und Schüler beklagt. »Der Druck ist vor allem in Brennpunktschulen mit einem hohen Anteil von Schülern mit einem entsprechenden Migrationshintergrund sehr hoch«, fügte er laut Passauer Nachrichten hinzu.
»Lehrkräfte trauen sich an manchen Schulen nicht mehr, einen Film wie ›Schindlers Liste‹ zu zeigen«, sagte Meidinger. »Sie bekommen Druck von den Eltern, aber auch von Schülern. Da entsteht bei manch einem schon eine Schere im Kopf« – ein makaberes Bild, wenn man bedenkt, dass der Lehrer von Moslems nahe Paris geköpft worden ist.
Im Unterricht über Meinungs- und Kunstfreiheit im Zusammenhang mit den Mohammed-Karikaturen zu sprechen, trauten sich viele Kollegen nicht mehr. »Davon lassen diese dann lieber die Finger«, erklärte Meidinger und ergänzte: »Es gibt immer mehr Versuche, Lehrer bei ihrer Aufgabe, Werte und Demokratie zu vermitteln, zu beeinflussen und zu behindern«.
Von diesem offensichtlich islamischen Hintergrund lenkt eine Forsa-Studie ab. Sie fragt lediglich nach Gewalt gegen Lehrer, ohne im Detail zu untersuchen, von wem die Gewalt maßgeblich ausgeht. Statt dessen wird betont, dass der Anteil der Gewalt über das Internet zugenommen habe. Dass der Deutsche Lehrerverband ausdrücklich vom Druck durch Schüler mit Migrationshintergrund spricht, scheint Forsa nicht zu wissen oder nicht wissen zu wollen.
Aber auch der Lehrerverbandschef Heinz-Peter Meidinger selber bestätigt seine Kritik mit seinem eigenen Beitrag. Auch er spricht lediglich von Schulen mit einem hohen Anteil von Schülern mit Migrationshintergrund, traut sich also nicht, Ross und Reiter zu nennen. Dabei sind die Beispiele deutlich: Es dürfe nicht über Mohammed-Karikaturen und den Nahost-Konflikt gesprochen werden. Womit klar sein dürfte, wer das Hauptproblem darstellt: Moslemische Eltern und Schüler.
Wenn aber schon der Chef des Deutschen Lehrerverbands sich nicht traut, Klartext zu reden – wie dann die einzelnen Lehrer ?


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