Gestern, am 10.September 2020, war Warntag. Wie? Sie wussten davon nicht? Und Sie haben auch nichts gemerkt? - Trösten Sie sich, ich ebenfalls nicht. Der Warntag ist unverwarnter Dinge verstrichen. Keine Sirene heulte, keine Warn-App brachte mein SmartPhone in Aufruhr.
Eigentlich wollte die Regierung, als sie im Jahre 2017 den Aktionstag ins Leben rief, das Volk unter dem Motte "Wir warnen Deutschland" für den Katastrophenfall sensibilisieren, wie sie sagt. Fukushima war schon ein Weilchen her, Klimapanik-Greta ging noch zur Schule und von Corona wusste noch keiner. Da waren ein paar röhrende Sirenen und vibrierende Warnapps eine Option.
Geklappt hat an diesem Warntag so ziemlich nichts. Sirenen haben vielfach nicht einmal in der Großstadt geheult, Warn-App Nina hat bestenfalls noch einmal gezeigt, dass Deutschland sich trotz aller Warnungen im digitalen Notstand befindet.
Und was sagt dieses technische Desaster über den Zustand des Landes?
Dass Deutschland - Regierung und Volk - den Warntag nicht Ernst nimmt. Zwar redet jeder möglich erregt vom Klimanotstand. Aber in der Wirklichkeit funktioniert auch nach drei Jahren Vorbereitung nicht einmal das einfachste Warnsystem. Mit anderen Worten: Man will überhaupt nicht gewarnt sein.
Wer aber nicht gewarnt werden will und trotzdem Panik verbreitet, der hat einen Faible für die Bedrohung. Fiktiven Bedrohungen, wie Klimanotstand und Corona-Epidemie in Deutschland. Und realen wie dem unbegrenzten Zustrom von Migranten aus Afrika und moslemischen Ländern.
Beide können Politiker und Zivilgesellschaft nicht unterscheiden. Denn es besteht weder bei Regierenden noch bei Regierten auch nur der Hauch eines Gespürs, was wirklicher Notstand bedeutet. Dafür geht es ihnen seit langem zu gut.
Und wie immer, wenn es dem Esel zu gut geht, geht er aufs Eis. Keine Sirene und keine Warnapp wird ihn abhalten können. Schon gar nicht, wenn sie nicht funktieren.


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