Liebling des Mainstream outet sich:

Deniz Yücel mag die Antifa

Donald Trumps Ankündigung, die Antifa zur Terror-Organisation zu erklären, haben Mainstream-Medien und links-grüne Politiker als Kampfansage verstanden. Nun reagieren sie. - Ein Kommentar

Nachdem deutlich wurde, dass die Plünderungen und Proteste in den amerikanischen Städten von der Antifa organisiert und angefacht wurden, hatte US-Präsident Donald Trump angekündigt, die Antifa zur Terror-Organisation zu erklären. Auf diese Kampfansage haben links-grüne Politiker in Deutschland sofort reagiert; nun folgen die Mainstream-Medien.

Mit Deniz Yücel schicken sie einen ihrer profiliertesten Schreiber ins Feld. Und der hält, wie fast immer, was er verspricht. In einem Kommentar unter dem Titel »Antifa als Zivilgesellschaft« bedient er alle Narrative der links-grünen Vorstellungswelten. Aber vor allem liefert er einen rhetorischen Aufhänger, an dem sich die Gegenseite abmühen und die eigene Klientel aufgeilen kann.

»Erträglicher ist es dort, wo es eine Antifa gibt«, schreibt der Dandy der Mainstream-Medien und ergänzt – schließlich muss ein Journalist steigern, wenn er aufregen will: »zivilisiert, wo sie die Oberhand hat. Keine Angst vor der Antifa!«

Dass der deutsch-türkische Journalist keine Angst vor der Antifa hat, glaubt man ihm gerne. Aber Yücel akzeptiert die Antifa nicht nur, er mag sie. Er hält die niederen roten Dämonen der Antifa für einen Garanten der Zivilität, sofern sie nur die Macht an sich reißen und die Oberhand haben. Ohne Antifa ist es allemfalls gerade erträglich.

Damit hat Yücel alle Eigenschaften eines Faschisten. Mehr noch – denn er schätzt auch das Völkersterben – : Yücel ist völkischer Faschist, also ein Nazi in seiner ganzen Banalität. Und dabei ist es egal, welche Definition von Faschismus man nimmt; die von Arendt oder von Nolte; sie passen alle zum Bild der Liktoren, die mit ihren Fasces, ihren Ruten, den Weg für den Herrscher frei schlagen.

Oder war das doch wieder nur Satire ? – Auf diese Ausrede haben sich all die telegenen Kabarettisten und Comedians der Mainstream-Medien geeinigt, falls sie mit einer ihrer rhetorischen Wendungen mal wieder im Fettnäpfchen sitzen. Auch Yücel Rede vom Völkersterben von seiner schönsten Seite war ja angeblich Satire.

Doch im Fall der Antifa, die Yücel mag, stand der rhetorische Aufreger nicht in der ›taz‹, sondern in der doch noch immer bürgerlichen und regimetreuen ›Welt‹.

Yücel hat gelernt. Nachdem er in der Türkei festgesetzt wurde und erfuhr, was islamo-faschistisch bedeutet, schlüpfte er immer häufiger unter bei dem nicht ganz so exponierten Blatt aus dem Hause Springer. Man weiß ja nie; das weiß auch Yücel. Er mag die Antifa mögen; aber ob die Antifa ihn immer mag, das steht auf einem anderen Blatt.

Und daher dürfte die provokante Bemerkung tatsächlich nicht ganz so wörtlich gemeint sein, wie sie sich liest. Vielmehr ist sie der Ausruf eines Worthelds; andere würden sagen eines kritzelnden Feiglings. Schon seine Reise in die Türkei unternahm Yücel nur, weil er wusste, dass die Bundesregierung ihn raus hauen würde. Zu keinem Zeitpunkt schwebte er in Gefahr.

Der unverschämte Spruch über die Antifa ist also bloß, was er ist: Eine Rückversicherung, die Deniz Yücel abschließen muss, für den Fall, dass die Antifa wirklich die Oberhand kriegt und unliebsame Journalisten, die es nicht rechtzeitig in die Vereinigten Staaten schaffen, nach Bautzen oder in den GULAG deportiert.

Sven von Storch

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