Wie sicher sind die Impfstoffe ? Und wie nützlich?

Corona-Statistik_ Was bedeutet 30 Prozent der Corona-Toten sind geimpft_

Über die Sicherheit der Impfstoffe und ihre Wirksamkeit kursieren verschiedenste Meinungen. Nur einige sind richtig.

In Bayern sind nach offiziellen Angaben 30 Prozent aller Patienten, die mit oder an Corona gestorben sind, geimpft. Soviel ist also sicher: Die Impfung bietet, anders als diverse Politiker immer wieder behaupten, nur einen beschränkten Schutz. Aber wie hoch ist dieser Schutz genau ?

Das Robert-Koch-Institut bietet dafür Informationen und Daten. So heißt es am 2.November 2021 auf der Website der Einrichtung: »Die Wahrscheinlichkeit, schwer an COVID-19 zu erkranken, ist bei den vollständig gegen COVID-19 geimpften Personen um etwa 90% geringer als bei den nicht geimpften Personen«.

In einem zur Erläuterung beigefügten Rechenbeispiel heißt es weiter: »Man stelle sich vor, in einer Gegend mit vielen aktiven COVID-19-Fällen treten etwa 20 Fälle je 1000 Personen auf. Würde in dieser Gegend dann ein Teil der Bevölkerung geimpft werden, würden also 20 von 1000 ungeimpften Personen an COVID-19 erkranken, aber nur etwa 2 von 1000 geimpften Personen.« In diesem Zusammenhang wird dann vom RKI von einer »hohen Wahrscheinlichkeit« gesprochen, nicht schwer zu erkranken.

Und wie verträgt sich diese behauptete »hohe Wahrscheinlichkeit« mit den Daten aus Bayern ? – Kurze Antwort: Gar nicht. Dazu ein anderes Rechenexempel.

Würde die Impfung gar nichts bewirken, dann müsste in Deutschland die Zahl der an Corona verstorbenen in etwa so hoch sein, wie die Zahl der Geimpften: 65 Prozent. Die anderen 35 Prozent sind Ungeimpfte. Doch ein Blick auf die Zahlen zeigt: Die Geimpften machen ein Drittel der Verstorbenen aus, grob gesagt also die Hälfte. Damit aber ist klar: Die Wirkung der Impfung beträgt lediglich etwa 50 Prozent. Oder anders gesagt: Die Wahrscheinlichkeit, ungeimpft an Corona zu sterben, ist etwa doppelt so hoch wie mit einer Impfung.

Wäre sie, wie vom RKI behauptet, 90 Prozent, wäre es also korrekt, von einer »hohen Wahrscheinlichkeit« zu sprechen, dann wären nicht 30 Prozent der an Corona verstorbenen bereits zweimal geimpft, sondern nicht einmal sieben Prozent.

Für diesen lediglich verdoppelten Schutz gehen die Geimpften ein Risiko ein, zu dem sich das RKI, soweit wir wissen, nirgendwo äußert: Das Risiko, durch die Impfung Folgeschäden zu erleiden. Karl Lauterbach, auf dieses Risiko angesprochen, behauptet tatsächlich, es sei »sehr gering«.

Doch woher will Lauterbach wissen, wie groß das Risiko bei der Impfung wirklich ist ? – Tatsächlich ist das Risiko schlicht nicht bekannt. Oder statistisch genauer: Weder die Wahrscheinlichkeit, dass bei der Impfung Schäden entstehen, noch welche Schäden auf Dauer entstehen, ist bekannt. Denn keiner kann über die Langzeitfolgen etwas sicheres sagen. Insbesondere, da die anfängliche Antwort an die Impfskeptiker, die Impfung sei ja einmalig, sich mit der Booster-Impfung gerade erledigt.

Sven von Storch

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