Als Ramadan zu Ende war, haben Moslems am Sonntag gefeiert. Die Folge: Ein Corona-Ausbruch in ihrem Wohngebiet, einer Hochhaussiedlung. Schulen und Kitas wurden in Göttingen sofort wieder geschlossen. Wenn das Infektionsgeschehen voran schreite, sagte Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler, SPD, sei die Rücknahme weiterer Lockerungen nicht auszuschließen.
Zunächst bleiben Mannschafts- und Kontaktsport in Vereinen für weitere zwei Wochen allen Bürgern verboten, erklärte die zuständige Dezernentin gestern Abend. Überdies wird ein Schwimmbad geschlossen.
Zwar wurde zugleich angekündigt, dass Schulen und Kitas ab nächsten Montag wieder öffnen könnten – allerdings unter Auflagen und bei Masken-Pflicht. Die entsprechende Anordnung wird von der Verwaltung vorbereitet.
Die Zahl der Neuinfizierten ist mittlerweile deutlich gestiegen. Da sich möglicherweise ein Angestellter eines Pflegeheims angesteckt hat, wurde das Heim mit 123 Insassen und rund 100 Mitarbeitern unter Quarantäne gestellt.
Über den Wohnblock wurde keine, wie eigentlich nötig, pauschale Quarantäne verhängt. Statt dessen werden die Bewohner einzeln getestet. In den Hochhäusern leben rund 700 Menschen. Die Tests sind verpflichtend. Dieser Massentest sei ein »milderes Mittel«, erklärte die Stadtverwaltung zur Begründung.
Die Mainstream-Medien reagierten mit den üblichen Verleugnungen. So schreibt die Welt »privaten Feierlichkeiten Ende Mai« und nannte im nächsten Satz den Grund für die Feiern: »Mit dem Zuckerfest feiern Muslime das Ende des Fastenmonats Ramadan.« – Wo es eigentlich hätte heißen müssen: Das Zuckerfest war der Auslöser. Dabei kam es, wie der Oberbürgermeister erklärte, zu Verstößen gegen Hygiene- und Abstandsregeln. »Es sind dort mehrere große Familienverbände – nicht einer, sondern mehrere – Verursacher dieser Situation«, erläuterte er. Zu Strafen wegen der massiven Verstöße äußerte sich der Sozialdemokrat nicht.
Göttingen hat mittlerweile auch alle Shisha-Bars geschlossen, nachdem bekannt geworden war, dass wenigstens einer dieser Treffpunkte ebenfalls Auslöser des aktuellen Corona-Ausbruchs war.


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