Offener Druck aus Peking:

China droht Australien, um Aufklärung über Herkunft des Corona-Virus zu verhindern

Immer unverschämter setzt China andere Länder unter Druck, um seine Interessen zu wahren.

Diesmal ist es Australien. Das Land besteht darauf, dass die Herkunft des Corona-Virus untersucht werden soll. Es ist »absolut vernünftig und wichtig, dass die Welt unabhängig bewerte, wie all das passieren konnte, damit wir unsere Lektion lernen und verhindern können, dass so etwas noch mal passiert«, betonte der australische Premierminister Scott Morrison, laut Welt, im Frühjahr.

Dabei steht eigentlich fest, woher Corona stammt: Aus China. Nicht zufällig wird es weltweit das »chinesische Virus« genannt.

Doch die Machthaber in Peking dulden keine andere Sicht. Und weil sie es gewohnt sind, zu herrschen und Opposition zu unterdrücken, setzen sie diese Politik auf internationaler Ebene fort.

Zum einen verweigern sie bis heute die Einreise einer Expertenkommission, die den Ursachen für die Epidemie nachgehen könnte. Dazu belegte Peking immer mehr australische Waren mit Zöllen – eine für Australien gefährliche Situation, die aus der Exportabhängigkeit vom chinesischen Markt resultiert. Australisches Rindfleisch, Kohle, Gerste, Meeresfrüchte, Zucker und schließlich vor wenigen Tagen australischer Wein – ein Importzoll von 212,1 Prozent wurde verhängt.

Damit nicht genug: Über Twitter versendete ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums ein Photo, das einen australischen Soldaten in Afghanistan zeigt. Der Vorwurf: Kriegsverbrechen begangen zu haben.

Für ein Land, dass Kritik immer wieder mit Hinweis auf eine landesspezifische Höflichkeit abwehrt, eine seltsame Geste. Bedenkt man, dass Menschenrechtsverletzungen in Rot-China zum Alltag gehören, wird die Geste grotesk.

Im Umgang mit anderen Ländern ist Rot-China nicht weniger zimperlich. Auch Deutschland war schon in der Kritik, nachdem der deutsche Virologe Alexander Kekulé ebenfalls China als Ausgangspunkt von Corona nannte. Bei anderen Gelegenheiten verdrehten die Propagandafachleute in Peking die Aussagen europäischer Forscher so, dass man glauben konnte, das Virus stamme auf keinen Fall aus dem Reich der Kommunisten.

Als die EU diese Art der Desinformationspolitik anprangerte, brauchte es lediglich ein kurzes Anklopfen in Brüssel und die EU kuschte vor den Chinesen. Anders als die Australier haben die Bürokraten in der EU nicht den Mut, den Machthabern aus Peking Grenzen zu zeigen. Sie kopieren lieber die Methoden der Chinesen gegenüber den eigenen Bürgern.

Demokraten der ›Inter-Parliamentary Alliance on China‹, einem internationalen Zusammenschluss von Parlamentariern, der sich am 4. Juni 2020, dem Jahrestag des Massakers auf dem Platz des Himmlischen Friedens gegründet hat, rufen nun zum Kauf von australischer Weine auf. Bis zu einem Boykott chinesischer Waren ist es wohl noch ein langer Marsch.

Sven von Storch

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