In den USA gehen die bürgerkriegsähnlichen Unruhen nach dem Tod von George Floyd weiter. Bei gewaltsamen Ausschreitungen in Boston, Massachusetts, wurde einer Statue von Christoph Kolumbus an der Atlantic Avenue der Kopf abgeschlagen.
In Richmond, Virginia, war zuvor ebenfalls eine Kolumbus-Statue vom Sockel gestoßen, angezündet und anschließend in einen See geworfen worden. Die Aktion ereignete in der vergangenen Dienstagnacht im Anschluss an Proteste. Die Randalierer hatten die Statue zunächst mit der Aufschrift ›Columbus represents genocide‹ – ‹Kolumbus repräsentiert Völkermord‹ besprüht.
Der Entdecker Amerikas steht schon länger in der Kritik. Unterstützer der sogenannten Ureinwohner Amerikas drängen seit langem darauf, den ›Kolumbus-Tag‹ in einen ›Tag der indigenen Völker‹ umzubenennen. Sie geben Kolumbus eine Mitschuld an den Verbrechen im Zusammenhang mit der Eroberung Amerikas.
In Richmond sprach Chelsea Higgs-Wise vor einer im Byrd Park versammelten Menschenmenge über die Kämpfe der Ureinwohner und Afroamerikaner in Amerika. Die weiße Aktivistin sagte: »Wir müssen dort beginnen, wo alles begann. Wir müssen mit den Menschen beginnen, die zuerst auf diesem Land standen.«
Dass bereits die Indianer eine lange Geschichte von Eroberung, Unterdrückung und Völkermord durch Indianer aufweisen, wird in diesen ›Narrativen‹ zumeist unterschlagen. Die Azteken wurden nicht von einer Handvoll Spanier mit einem halben Dutzend Kanonen besiegt, sondern im entscheidend waren die aufständischen Indianervölker, die für das Herrenvolk der Azteken auch die Opfer stellen mussten. Auch, dass die Kritik an den Eroberungszügen schon früh, noch während der Eroberungen, in Spanien eingesetzt hat, dürfte den meisten Demonstrierenden wahrscheinlich unbekannt sein.
Aber historische Details sind nicht das Ding von Brandstiftern und Plünderern. Sie brauchen nur einen geeigneten Vorwand, um ihrer Lust an Zerstörung und Raub einen moralischen Hintergrund zu vermitteln. Und die Mainstream-Medien liefern ihn gut und gerne frei Haus.


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