»Intelligent sein und Geld verdienen, das ist das Glück«, könnte man in Anlehnung an Gottfried Benn sagen, wenn man das Leben des BioNTech Gründers Uğur Şahin betrachtet. Ja, da seine Frau Özlem Türeci gleichfalls beteiligt, beide einen migrantischen Hintergrund haben, ist zudem moralisch alles in Butter.
Doch nun droht Ärger im Paradies. Denn auch der migrantischste Hintergrund schützt vor Neidern nicht. Es wird diskutiert, ob BioNTech nicht auf ein paar Patente verzichten könnte, damit andere ebenfalls schnell produzieren. Schließlich geht um die Rettung der Welt.
»Das ist keine Lösung«, antwortete Sahin darauf am Mittwoch laut FAZ.
Das ist keine Lösung ? – Natürlich ist das eine Lösung. Nur ist es nicht die Lösung, die Sahin präferiert. »Es gibt Möglichkeiten, die wir erwägen, dass wir spezielle Lizenzen vergeben für kompetente Hersteller.«
Doch Uğur Şahin ist raffinierter, als es scheint. Um abzulenken, plaudert der Techniker jetzt bei einer der vielen Preisverleihungen aus dem Privaten. »Die Geschichte ist wahr«, berichtet Şahin. Schon am 24. Januar 2020 haben er und seine Frau einen Artikel gelesen, der praktisch noch warm war: »Und je mehr wir lasen, desto besorgter wurden wir«. Kurz: Als Merkel und Spahn Masken nach Rot-China verschenkten, war Şahin schon betroffen.
Das Problem in Wuhan war in seinen Augen: Menschen mit Symptomen wurden isoliert, alle anderen durften reisen. »Die aktiven Maßnahmen, die getroffen worden sind, waren nicht ausreichend, um das Virus zu kontrollieren«, ergänzt Şahin diplomatisch, ohne zu sagen, dass dieser Fehler das Virus überhaupt erst nach außen brachte.
Aber Şahin plant seinen Stoff auch in Rot-China einsetzen zu lassen. Da ist Vorsicht geboten. Denn die rot-chinesischen Behörden sind nicht deutschen. Über die Übernahme von Patenten diskutieren sie nicht. Sie machen. Und auf Kritik reagieren sie mit der Kündigung von Verträgen.
Doch während kritische Geister noch über solche Hintergründe nachdenken, redet Uğur Şahin Frau über ihre Schwierigkeiten, den Vornamen ihres Mannes korrekt auszusprechen. Das sei auch der Grund, warum die Biontech-Gründerin den Vornamen ihres Mannes manchmal so ausspricht, wie es wohl die meisten Deutschen tun würden: Ugur.
Eine wirklich amüsante Geschichte.
Aber es geht um Milliarden Euro und um eine tödliche Epidemie – oder doch nicht ? – Anyway! Er fährt trotz der Milliarden, die er verdient hat, weiterhin mit dem Fahrrad zur Arbeit. »Wir konzentrieren uns auf unsere Arbeit, wir lieben die Wissenschaft«, sagte Şahin und tut zumindest so, als hätte Gottfried Benn recht, als er sagte: »Dumm sein und Arbeit haben, das ist das Glück.«
Es ist wie im Märchen: Die Weltenretter als einfaches und gläubiges Paar. So wie Du und ich. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann forschen sie noch morgen.


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