Nach Baerbock und Özdemir:

Auch Lauterbach meldet Nebeneinkünfte nach

Nach den beiden Grünen Baerbock und Özdemir meldet nun auch der Dauerwarnton Lauterbach, SPD, Nebeneinkünfte nach.

Welcher Bundesbürger kann 17.850 Euro mal so eben spenden? – Die Wenigstens.

Karl Lauterbach von den Sozialdemokraten kann es. Der Hintergrund: Bei der Mitteilung der Nebeneinkünfte aus dem Jahr 2020 an den Bundestag merkte das Büro des Abgeordneten, dass etwas nicht stimmt. Nicht in 2020. Aber »dass alle Nebeneinnahmen aus 2018/19, 17.850 Euro für 4 Vorträge, noch nicht gemeldet waren.«

Lauterbach wäre nicht Lauterbach, wenn er aus diesem »Riesenfehler«, wie er es nennt, nicht maximalen politischen Gewinn ziehen würde. Er steht dafür gerade. »17.850 Euro spende ich für Indien.« Als Beleg wedelt der SPD-Politiker über Twitter mit einer Spendenquittung über 3.000 Euro herum. Das Geld aus vier Vorträgen mit einer Durchschnittsvergütung von 4.500 Euro geht an Unicef. »Rest am Dienstag.«

Peinlich ?

Nicht doch. Lauterbach ist ehrlich. Und er gesteht. Ja, er brüstet sich mit seiner Bußfertigkeit. Dass er nicht gleich die gesamte Summe spendete, ist der Obergrenze für Spenden geschuldet. In fünf weiteren Tranchen wird Lauterbach das Geld dann wohl publikumswirksam weiter nach Indien verschicken. Dank seiner Warnungen, gibt es in Deutschland ja genug.

In Indien wird man sich freuen. Für 17.850 Euro lassen sich hierzulande circa 15.000 FFP2-Masken kaufen. Und vielleicht hat der SPD-Politiker ja Glück und ein Unions-Politiker vermittelt die Masken. Nur sollte Lauterbach nicht vergessen, den Kollegen daran zu erinnern, die mögliche Provision nicht auch noch als Nebeneinkünfte zu melden.

Sven von Storch

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