In einer Umfrage gaben 42 Prozent der Befragten an, sich unter Umständen über die von der Regierung verhängten Regel zu Weihnachten hinwegsetzen zu wollen. 42 Prozent! Das ist, wenn man bedenkt, dass der Regelverstoß strafbar ist, wenigstens die Hälfte. Sie sagen sich: Wir lassen uns Weihnachten im Kreis der Familie nicht nehmen.
Zugleich heißt es in der Umfrage, dass drei Viertel der Befragten die Maßnahmen gegen die Corona-Epidemie befürworten. Ein Widerspruch ? – Nicht wirklich. Die Zahlen sind eher ein Zeichen dafür, dass nicht nur Politiker unsinnige Maßnahmen verhängen und das Robert-Koch-Institut, RKI, mit aussagelosen Zahlen Panik verbreitet; sie sind ein Zeichen dafür, dass in etlichen Umfragen sich die Interviewer nach Lust und Laune anlügen lassen.
Umfragen, nach denen eine Mehrheit der Deutschen die verhängten Maßnahmen für richtig hält, erweisen sich somit als schlichtweg falsch. Nein, gelogen wurde nicht. Es wurden die falschen Fragen gestellt.
Denn auch das zeigt der Alltag: Die Bereitschaft zum Regelbruch ist sehr hoch. Das aber ist dann der Fall, sagt Philipp Rauschnabel, Professor für digitales Marketing und Medieninnovation an der Bundeswehrhochschule in München, wenn man denkt, eine Situation gut einschätzen zu können und die Erfahrung macht, dass »andere Menschen das auch machen.« Hätte der Professor die Sinnlosigkeit der Regeln als weiteren Grund genannt, wäre er ehrlich gewesen, hätte sich aber wahrscheinlich auch eine neue Professur suchen können.
Nach dieser selbstbewussten Ansage blicken die Bürger dann auch optimistisch auf die Feiertage, wie die Umfrage gleichfalls bestätigt. Zwei Drittel stimmten der Aussage »Wir machen das Beste draus!« zu. 45 Prozent freuen sich über weniger Stress in der Vorweihnachtszeit.
Der Plan der Politik, Weihnachten am besten ganz ausfallen zu lassen, und damit eine der letzten festen Burgen zu schleifen, geht also nicht auf. Im Gegenteil! Die Bürger sagen: »Wir lassen uns Weihnachten im Kreis von Freunden und Familie von Merkel, Söder und Spahn nicht nehmen!«


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