China tritt seit dem Amtsantritt von Xi Jinping auf der internationalen Bühne immer offensiver auf. Im südchinesischen Meer wurden Koralleneilande zu Militärbasen umgebaut, die wie stehende Flugzeugträger wirken. In der Taiwan-Frage tritt Xi Jinping ebenfalls offensiv auf. Er machte klar, dass Taiwan Teil Chinas sei und die Volksrepublik notfalls alle Mittel einsetzen werde, um die Einheit zu wahren. Die Chinesen haben Taiwan die »Ein-Land-zwei-Systeme«-Lösung angeboten, wie ehedem Hongkong.
Vor allen Dingen verwehren sich die Chinesen vor einem zu großen Einfluss der USA auf Taiwan. Ein neuer Report der »US Defense Intelligence Agency« [siehe Bericht »CNN«] warnt vor den Folgen der chinesischen Aufrüstung und Modernisierung der chinesischen Streitkräfte für die Regionen Ostasiens. Der Einfluss der USA könnte rapide schwinden. Der Bericht stellt einen Zusammenhang zwischen der Aufrüstung und der Taiwanfrage her: Das Streben nach Wiedervereinigung mit der Insel (vormals Formosa genannt) sei ein Hauptmotivationsfaktor für die massive Rüstung.
Die Chinesen haben ihrerseits gegenüber US-Vertretern klar und deutlich zum Ausdruck gebracht, dass sie einen starken Einfluss der USA und eine Einmischung in die Taiwan-Frage strickt ablehnen. Dies sei eine interne chinesische Angelegenheit.


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