[Siehe hierzu italienischen Artikel bei »AdnKronos« HIER]
In einem Interview mit Corriere della Sera spricht Steve Bannon, der 2016 die Medien-Abteilung der MAGA-Präsidentschaftskampagne von Donald Trump leitete, über die künftige Rolle von Italien unter der Premierministerin Giorgia Meloni.
Italien könnte zwar eine Art politische Brücke zwischen Europa und Amerika sein. Doch die USA seien auf diese Brücke nicht angewiesen, meint Bannon. In der MAGA-Bewegung frage man sich, was Europa für Amerika getan habe? Das Modell der Bewegung sei »America First«. Ziel sei es, die Wirtschaftskraft und die Arbeitsplätze zurück nach Amerika zu holen.
Außerdem seien bereits Marine Le Pen, Viktor Orban und Nigel Farage auf der Seite der Trump-Bewegung. Melonie sei viel zu weit in die NATO-Mitte gerückt. In den USA hätte man sehr wohl erkannt, dass Meloni nicht mehr die Werte vertrete, die sie es am Anfang vertreten hatte. Bannon meint, dass »viele in der Maga-Bewegung denken, dass Meloni sich fast in eine Nikki Haley verwandelt hat.« Sie gehörte zu den größten Befürwortern der Fortsetzung des Krieges in der Ukraine. Aber andererseits habe Italien nicht genug getan, um den Suezkanal für den Handel offen zu halten: Unter den dortigen Flotten-Kampfverbänden gibt es wohl nur eine italienische Korvette.
In Bezug auf die Ukraine erklärte Bannon, dass die MAGA-Bewegung darauf bestehe, die Mittel für die Ukraine auf möglichst Null zu kürzen. Wenn Europa unbedingt der Ukraine helfen wolle, solle es dies auf eigene Kosten tun. Doch die USA würden andere Prioritäten haben, wie die Staatsverschuldung und die Bürokratie abzubauen und sonstige Bedrohungen der nationalen Sicherheit anzugehen.
Bannon geht davon aus, dass Trump in der Außenpolitik erklären wird, dass er Frieden in der Ukraine will. »Es ist klar, dass er dieser Halbbesessenheit, die NATO fast auf russisches Territorium zu drängen, ein Ende setzen will«, sagte Bannon. Dann fügte Bannon hinzu, dass Premierministerin Giorgia Meloni »ganz offensichtlich darauf gewettet hatte, dass Trump nie wieder zurückkehren würde, das sieht man an ihrer Politik.« Die Wette war falsch, sie hat sich nicht ausgezahlt. Jetzt, wo Trump zurück ist, sei die MAGA-Bewegung stärker als je zuvor.


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