Leerer Aktionismus des Innenministers

Seehofer will jetzt wieder Grenzkrontrollen – zur Schweiz

Der Bundesinnenminister Horst Seehofer will jetzt an der Schweizer Grenze Grenzkontrollen einführen. Dies soll eine Reaktion auf den Frankfurter Bahnhofsmord sein. Ein Kommentar.

Der Bundesinnenminister Horst Seehofer will jetzt an der Schweizer Grenze Grenzkontrollen einführen [siehe Meldung »n-tv«]. Dies soll eine Reaktion auf den Frankfurter Bahnhofsmord sein, bei dem ein Afrikaner aus Eritrea, der aus der Schweiz nach Deutschland kam, einen achtjährigen Jungen und dessen Mutter vor einen einfahrenden ICE stieß.

Wirklich, Herr Seehofer? Ist das Ihre Idee von sicheren Grenzen? Sie wollen bei der Schweiz anfangen? Und was ist mit den EU-Außengrenzen, die kaum geschützt sind? Was ist mit den Grenzüberschreitungen von Tausenden, die unbehelligt durch mehrere Drittstaaten ziehen, um dann in Deutschland anzukommen?

Sicherlich: Der Täter von Frankfurt kam über die Schweiz nach Deutschland. Doch ist die Schweiz das Einfallstor für die Massenmigration? Kommen über die Schweiz viele potenzielle Täter ins Land? Müsste man nicht eher bei Migranten und Asylsuchenden aus Nordafrika und dem Nahen und Mittleren Osten genauer hinschauen und näher überprüfen? Wären dort nicht Sicherheitsvorkehrungen angebrachter, um die wirklichen Flüchtlinge und ehrlichen Einwanderer von den anderen zu unterscheiden und potenzielle Gefährder von vornherein draußen zu lassen?

An unsere freundlichen Nachbarn: Liebe Schweizer, wir vertrauen euch. Ihr habe vermutliche bessere Behörden, mehr Sicherheit und mehr Pragmatismus als wir im ideologisch indoktrinierten Deutschland.

Sven von Storch

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