Nach dem Anschlag in Kaschmir, bei dem 26 Touristen aus Indien getötet wurden, ist eine erneute Welle der wechselseitigen Drohungen zwischen den beiden Atommächten Indien und Pakistan in Gang gebracht worden. Beide Seiten haben Bürger des jeweils anderen Landes ausgewiesen und die Vergabe von Visa gestoppt. Die Handelsbeziehungen sind unterbrochen. Die Soldaten an den Grenzen sind in Alarmbereitschaft. Es kam zu mehreren Schusswechseln an der Grenze beider Länder in Kaschmir.
Nun soll der indische Premierminister Modi erklärt haben, dass die indische Armee freie Hand habe, auf Provokationen in Kaschmir zu reagieren [siehe Berichte »Spiegel« und »n-tv«]. Die Armee solle von nun an »vollkommene operative Freiheit« für militärische Reaktionen haben, heißt es. Das berichtet die Nachrichtenagentur AFP aus Regierungskreisen in der indischen Hauptstadt Neu-Delhi.
Die Region Kaschmir im nordöstlichen Himalaya gilt wegen ihrer Berge und landschaftlichen Schönheit als »Schweiz Asiens«. Sie ist mehrheitlich von Muslimen bewohnt und seit Jahrzehnten umstrittenes Gebiet zwischen Indien und Pakistan. Immer wieder kommt es zu militärischen Konflikten. Zweimal kam es deswegen direkt zum Krieg. Die Grenzen, die 1947 dort zwischen beiden Ländern gezogen wurden, werden beiderseits angezweifelt.


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