Kaum sagt Merkel »Tschüss« zum CDU-Vorsitz, springt auch schon ein neuer Kandidat ins Rampenlicht: Friedrich Merz. Die Presse hat erstaunlich schnell Artikel mit Lobes-Hymnen parat, allen voran die Springer-Presse [siehe Artikel der »Bild« und »Welt«].
Die Kandidatur von Friedrich Merz wird medial als Überraschung inszeniert [siehe Bericht »Merkur«, »FAZ«]. Aber so schnell und reibungslos, wie die Mainstream-Medien und die CDU auf ihn als Chef-Kandidaten einschwenken, deutet alles darauf hin, dass seine Kandidatur für den Parteivorsitz von langer Hand vorbereitet worden ist.
Friedrich Merz ist in vielen Aufsichtsräten der Wirtschaft vertreten, darunter der Deutschen Börse AG, beim AXA-Konzern, bei der IVG Immobilien und vielen mehr. Er ist außerdem Aufsichtsratschef des deutschen Ablegers von BlackRock, dem weltgrößten Vermögensverwalter mit Sitz in New York. Er ist also ein Finanz-Lobbyist par excellence. Zudem ist Vorsitzender des »Netzwerkes Atlantik-Brücke« und Mitglied der »Trilateralen Kommission«.
Seine Vita der letzten Jahre lässt ihn – wenn man ihn kritisch betrachtet – wie eine Idealfigur erscheinen, was die Durchsetzung transatlantischer und globalistischer Interessen der Finanzindustrie angeht.
Daher stellt sich die Frage, ob der Jubel unter den CDU-Konservativen berechtigt ist, wenn man einen Wirtschafts-Globalisten und Transatlantiker an die Spitze setzt. Merz hat das Zeug zum deutschen Emmanuel Macron. Das ist nichts Gutes.


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