Wenn man die Sendungen von Jan Böhmermann oder die »ZDF-Heute-Show« anschaut, hat man das Gefühl, Satiriker und Kabarettisten dürfen in Deutschland Alles sagen. Das ist an sich ganz gut. Nur stimmt diese Einschätzung nicht. Es kommt darauf an, welche Stoßrichtung der Humor hat.
Der Humor des gerade in den neuen Bundesländern äußerst beliebten Satirikers und Kabarettisten Uwe Steimle ging dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk gegen den Strich. Es klag wohl zu rechts, obwohl Steimle von sich selber sagt, er sei »weder links noch rechts, sondern ganz vorne«.
Der Hautgrund ist wohl ein ganz anderer: Steimle wagte es, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu kritisieren. Ein Tabubruch. Also trennte sich der MDR von ihm [siehe Berichte und Kommentare bei »Epoch Times«, »Eigentümlich frei«, »Tagesspiegel«, »Focus-Online«].
Steimle sieht sich zu unrecht behandelt und gemobbt. Der MDR habe schon lange geplant, ihn loszuwerden, erklärte er. Der Rauswurf aus dem öffentlich-rechtlichem Fernsehen komme einem Berufsverbot gleich. Sind wir denn schon in der DDR 2.0? Es scheint, als sei Steimle nur ein Domino-Stein in einer langen Kette von Verboten und Zensur. Es geht eine Säuberungswelle durch das Land wie es sie seit der DDR nicht mehr gegeben hat.
Auf seiner Webseite verweist Steimle übrigens auf eine Petition, die den MDR auffordert, die Entscheidung zurückzunehmen.


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