Brüchiges Drei-Parteien-Konstrukt

Neue Regierungskoalition in den Niederlanden

Rund drei Monate nach der Parlamentswahl haben sich in den Niederlanden drei Parteien in den Koalitionsverhandlungen auf die Bildung einer Minderheitsregierung verständigt. Linksliberale D66, die konservativen Christdemokraten und die rechtsliberale VVD haben das Bündnis geschlossen.

Rob Jetten


Ausgangslage

Rund drei Monate nach der Parlamentswahl haben sich drei Parteien auf die Bildung einer Minderheitsregierung geeinigt. Die Wahl gewann die linksliberale D66 knapp unter Spitzenkandidat Rob Jetten.

Koalition und Führung der neuen Regierung

Die Regierung soll von Rob Jetten (D66) geführt werden. Als Koalitionspartner versuchen sich D66 (linksliberal, pro-europäisch), Christdemokraten (konservativ) und VVD (rechtsliberal) an der neuen Regierung. Jetten wäre mit 38 Jahren der jüngste Ministerpräsident in der Geschichte der Niederlande.

Charakter der Regierung

Die Drei-Parteien-Koalition ist Minderheitsregierung ohne eigene Mehrheit im Parlament. Nur 66 von 150 Sitzen im Unterhaus kann sie auf sich vereinigen und hat auch keine Mehrheit im Senat. Die Koalition ist spómit bei allen Entscheidungen auf Unterstützung der Opposition angewiesen.

Weiteres Vorgehen

Details der Einigung sollen zeitnah veröffentlicht werden, die Parteimitglieder jeder einzelnen der drei Koalitionäre müssen der Vereinbarung noch zustimmen. Die Amtseinführung ist innerhalb eines Monats geplant.

Wahlergebnis

Die D66 gewann die Wahl am 29. Oktober mit weniger als 30.000 Stimmen Vorsprung vor der PVV von Geert Wilders.

Sven von Storch

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