Ohne Möglichkeit der vorzeitigen Freilassung

Lebenslange Haftstrafe für Trump-Attentäter Ryan Routh

Der ukrainische Aktivist, der während des Wahlkampfs 2024 ein Attentat auf Donald Trump verübte, wurde zu lebenslanger Haft plus sieben Jahren verurteilt. Als der Mann eine Rede über seine eigene Güte hielt, wurde er von der Richterin unterbrochen, die den Mordplan als "böse" bezeichnete.

Trump-Attentäter Ryan Routh


"Sie sind kein friedlicher Mensch. Sie sind kein guter Mensch!"

Das sagte die Richterin in ihrem Urteil gegen Ryan Routh, 59. Der wurde zu lebenslanger Haft ohne Bewährungsmöglichkeit wegen eines Attentats im Jahr 2024 auf Donald Trump und zusätzlich sieben Jahren Haft wegen Waffendelikten verurteilt. Das Urteil wurde am Mittwoch vor einem Bundesgericht in Florida verkündet und bezieht sich auf den Angriff auf den damaligen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump. 

Verurteilung erfolgte bereits im vergangnen September

Routh wurde im vergangenen September in fünf Anklagepunkten auf Bundesebene verurteilt, darunter versuchter Mord an einem wichtigen Präsidentschaftskandidaten, Angriff auf einen Bundesbeamten und mehrere schwere Waffendelikte. Der Mordanschlag ereignete sich am 15. September 2024, während Trump in seinem Resort in West Palm Beach Golf spielte. Ein Agent des Secret Service entdeckte Routh im Gebüsch nahe des Golfplatzes, bevor Trump in Sichtweite kam. Als Routh sein Gewehr auf den Agenten richtete, eröffnete dieser das Feuer, woraufhin Routh seine Waffe fallen ließ und flüchtete. Im Prozess beschrieb der Agent den Angriff als Hinterhalt. 

Routh war mehrfach als Ukraine-Propagandist aufgefallen

Vor dem Mordanschlag auf Trump hatte Routh in den sozialen Medien seine starke Unterstützung für die Ukraine zum Ausdruck gebracht und Geld an demokratische Kandidaten gespendet. "Ich bin bereit, nach Krakau zu fliegen und an die ukrainische Grenze zu gehen, um mich freiwillig zu melden, zu kämpfen und zu sterben … Kann ich ein Beispiel geben? Wir müssen gewinnen", schrieb er in einem obszönen Beitrag im März 2022. Er versuchte außerdem, afghanische Soldaten für den Ukraine-Krieg zu rekrutieren, indem er sie aufforderte, ihre Pässe abzugeben, um der ukrainischen Armee beizutreten. 

Viel Gerede von Routh bei der jetzigen Urteilsverkündung

Im Zusammenhang mit dem Urteil hielt Routh eine lange Rede, in der er sich selbst als guten Menschen bezeichnete und über sein Engagement in der Ukraine sprach. Richterin Aileen Cannon unterbrach ihn. "Ihr Mordplan war vorsätzlich und bösartig. Sie sind kein friedliebender Mensch. Sie sind kein guter Mensch", sagte Cannon im Gerichtssaal. 

Richterin folgte dem Antrag der Staatsanwaltschaft

Die Staatsanwaltschaft hatte eine lebenslange Haftstrafe gefordert und die Bedrohung des demokratischen Systems betont. "Die amerikanische Demokratie funktioniert nicht, wenn Einzelpersonen das Gesetz in die eigene Hand nehmen, um Kandidaten zu eliminieren. Genau das hat diese Person versucht", sagte Oberstaatsanwalt John Shipley. 

Argumente der Verteidigung greifen ins Leere - auch wegen dem langen Vorstrafenregister des Täters

Rouths Verteidigung argumentierte, er habe im entscheidenden Moment nicht geschossen. "Im Augenblick der Wahrheit hat er sich entschieden, nicht abzudrücken“, sagte sein Anwalt Martin Roth. Die Richterin wies diese Argumentation zurück und verwies auf Rouths Vorstrafenregister und die umfangreichen Vorbereitungen für den Anschlag. Laut Staatsanwaltschaft hatte Routh den Anschlag mehrere Wochen lang geplant. Routh wurde wegen versuchten Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Die übrigen Strafen werden gleichzeitig vollstreckt, mit Ausnahme einer siebenjährigen Haftstrafe für eines der Waffendelikte, die zusätzlich verhängt wird.

Gerichtsverhandlungen in den USA: Feststellung der Schuld in einem Verfharen, Festlegung des Strafmaß im zweiten Verfahren

Für das Rechtsempfinden in unseren Breitengraden ist das US-Justizsystem mitunter etwas merkwürdig und fällt gerade bei spektakulären Verfahren auf. Bei Verbrechen wie Mord, Totschlag oder von ähnlicher Tragweite gibt es in der Regel zwei unabhängige Gerichtsverfahren. Im ersten Verfahren wird festgestellt, ob der Täter die ihm zur Last gelegte Tat (oder Taten) begangen hat. Entscheidet dieses Gericht auf "schuldig im Sinne der Anklage" folgt einige Zeit später ein zweites Gerichtsverfahren, bei dem die Höhe der Strafe festgelegt wird. In diesem zweiten Verfahren kann der Schuldspruch aus dem ersten Verfahren NICHT aufgehoben werden; es geht ausschließlich um die Festlegung der Höhe der Strafe.

Sven von Storch

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Kommentare

Noch ist immer unklar, wie der Attentäter es sich auf dem Dach so bequem machen konnte, ohne dass er von dem Sicherheitsdienst daran gehindert wurde.

??? 

Hier geht es zwar um einen anderen Attentäter - aber der auf dem Dach mit dem Schuß auf Trump's Ohr hatte mit Sicherheit einen Freibrief von den Globalisten.

Die hätten sich wohl kein schlimmeres Eigentor schießen können, als mit diesem schicksalhaften Fehlschuß.

Ohne Trump wären wir allerdings beim Great Reset schon sehr viel weiter ...

Ekkehardt Fritz Beyer

07.02.2026 | 11:18

... „Argumente der Verteidigung greifen ins Leere - auch wegen dem langen Vorstrafenregister des Täters“ ...

Welchen dieses Wolodymyr für den Versuch der Liquidation des Donald etwa sogar auswählte, weil Trump sich damals noch sicher war, „er könne den Krieg in 24 Stunden beenden“ https://www.ovb-heimatzeitungen.de/blickpunkt/2024/10/20/selenskyjs-angst-vor-einem-praesidenten-trump.ovb, nicht aber mit dem geistigen Niveau seines https://schurken.fandom.com/de/wiki/B%C3%B6ser_Friederich samt seiner Göttin(?) Flinten-Uschi rechnete“???https://www.welt.de/politik/deutschland/article69451a6d6376e847b7db4c4c/ukraine-finanzierung-niederlage-fuer-von-der-leyen-und-merz-so-blickt-das-ausland-auf-den-eu-gipfel.html  

https://www.youtube.com/watch?v=5qX3ruemWas 

 

Else Schrammen

07.02.2026 | 14:03

Wie grausam, der arme Ukrainer, mehr als lebenslange Haft! Und dabei hat er sein Ziel nicht mal erreicht. Warum ist der Dummkopf nicht nach Deutschland "geflüchtet" und hat "Asyl" gestammelt? Dann wären ihm eine lebenslange plus 7 Jahre Versorgung sicher gewesen!

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