Zentrale Thesen
Die regelbasierte internationale Ordnung zerfällt; Großmachtrivalität dominiert die Geopolitik. Anpassung und Stillhalten bieten keine Sicherheit mehr für schwächere Staaten. Die Mittelmächte sind nicht machtlos und können aktiv an einer neuen Ordnung mitwirken.
Kritik an der bisherigen Ordnung
Die regelbasierte Ordnung war teilweise eine Fiktion: Regeln wurden asymmetrisch durchgesetzt, das Völkerrecht galt nicht für alle gleich. Sie funktionierte lange, gestützt durch US-Hegemonie und globale öffentliche Güter (Handel, Sicherheit, Finanzsystem).
Zentrale Metapher (Václav Havel)
Bezug auf "Die Macht der Machtlosen" und das “Leben in der Lüge": Systeme bestehen, weil Menschen stillschweigend mitmachen. Der Wandel beginnt, wenn Akteure diese Rituale verweigern. Übertragen auf Staaten: Länder sollen aufhören, an nicht mehr tragfähige Illusionen zu glauben.
Aktuelle Entwicklungen
Großmächte nutzen Handel, Zölle, Finanzsysteme und Lieferketten als geopolitische Waffen. Globale Krisen (Finanzen, Gesundheit, Energie, Geopolitik) zeigen die Risiken extremer Integration.
Konsequenzen und Risiken
Länder streben nach strategischer Autonomie (Energie, Ernährung, Rohstoffe, Finanzen, Lieferketten). Das sei verständlich, aber gefährlich. Außerdem erhöht sich die Gefahr einer „Welt der Festungen“ einhergehend mit der Schwächung multilateraler Institutionen (WTO, UN, COP).
Kernaussage
Die Welt befindet sich in einem Bruch, nicht in einem Übergang. Ehrlichkeit, Werteorientierung und koordiniertes Handeln von Mittelmächten sind entscheidend, um eine kooperativere und widerstandsfähigere Weltordnung zu schaffen.


Comments
... „Die Welt befindet sich…
... „Die Welt befindet sich in einem Bruch, nicht in einem Übergang. Ehrlichkeit, Werteorientierung und koordiniertes Handeln von Mittelmächten sind entscheidend, um eine kooperativere und widerstandsfähigere Weltordnung zu schaffen.“
Darf man nicht auch deshalb in Kürze Folgendes erwarten? https://www.youtube.com/watch?v=Fm1pUJMTv_s
Ja mei: Es bahnt sich auch aus meiner Sicht immer deutschlicher an:
"Enteignung in Kriegszeiten: Norwegen verschickt Brief an Bürger – die Normalisierung des Ungeheuerlichen ist zu beobachten: https://www.nachdenkseiten.de/?p=145074
Ja mei: Ganz besonders „das europäische Narrativ von Freiheit und Demokratie gerät in einer Reihe von Ländern stark ins Wanken. Wie ist unter dieser Voraussetzung eine bessere Koordination europäischer Institute, die Sie fordern, überhaupt noch möglich?“???https://www.ifa.de/blog/beitrag/neue-nationalismen-und-ihr-einfluss-auf-die-auswaertige-kulturpolitik/
Annuntio vobis gaudium magnum
"Zentrale Thesen
Die regelbasierte internationale Ordnung zerfällt; ...."
Und es besteht Anlass zu großer Freude darüber, dass die "regelbasierte Weltordnung" zerfällt.
Gott sei Dank. Meine Gebete sonntags in der Kirche wurden erhört. Das große Spalten hat ein Ende, so Gott will.
Der offensichtlich unter dem…
Der offensichtlich unter dem Einfluß der WEF-Globalisten stehende Carney beklagt genau die Entwicklungen, die zur Gefahr für deren bösartige Weltmachtbestrebungen wurden oder noch werden könnten.
Insbesondere die Rückgewinnung nationaler Souveränitäten und die Schwächung multilateraler Institutionen wie WTO, UN, COP, von mir ergänzt um WHO und EU.
Da können wir uns den von ihm befürchteten "Bruch in der Weltordnung" (der Globalisten) nur sehnlichst herbeiwünschen ...
Uneinigkeit und Unrecht und Unfreiheit
" ...Ehrlichkeit, Werteorientierung und koordiniertes Handeln von Mittelmächten sind entscheidend ..."
Aber woher um Gottes Willen wollen Sie "Ehrlichkeit", "Werteorientierung" und "koordiniertes Handeln" in Deutschland nehmen, wenn nicht stehlen?
Wolodja21La@web.de
Mark Carney könnte bald aus Kanada entführt werden und die USA dann Kanada übernehmen. Auch Macron dürfte eine unruhige Zeit erleben...allerdings gibt es ja reichlich Käse und Wein zu Hause...
Wer wie Ch. Lagarde und Al…
Wer wie Ch. Lagarde und Al Gore an einer Veranstaltung wie dem WEF oder der UN-Vollversammlung nicht den geringsten Anstand besitzt und dem Redner zuhört, der hat weder in der UN noch am WEF etwas zu suchen.
"Carney betonte in seiner Rede in Davos . . .
. . . das Ende der regelbasierten internationalen Ordnung und rief die "Mittelmächte" dazu auf, gemeinsam gegen den Aufstieg der Großmächte und deren Rivalität vorzugehen, um eine kooperativere und widerstandsfähigere Welt zu schaffen."
Tatsache ist aber, dass die Großmächte bereits aufgestiegen sind, über alle anderen. Sicher meint er mit den Großmächten die USA, China und Russland. Manche sind Wirtschaftsmächte, andere militärische Mächte und andere beides. Manche haben viel Land und andere wiederum eine riesige Bevölkerung.
Da die Europäer eine Vielzahl von Kleinstaaten und einigen Mittelmächten sind, ist es ratsam Bündnisse, strategische Partnerschaften und Handelsabkommen mit ähnlichen Staaten zu schmieden. Die liegen heute eher in Lateinamerika und Kanada, von Südasien bis Australien und in Afrika. Dann macht man sich auch nicht zum Büttel der Großmächte.
Add new comment