Kanadas Premierminister Mark Carney mit bemerkenswerter Rede in Davos

"Es gibt einen Bruch in der Weltordnung!"

Carney betonte in seiner Rede in Davos das Ende der regelbasierten internationalen Ordnung und rief die "Mittelmächte" dazu auf, gemeinsam gegen den Aufstieg der Großmächte und deren Rivalität vorzugehen, um eine kooperativere und widerstandsfähigere Welt zu schaffen.

Mark Carney


Zentrale Thesen

Die regelbasierte internationale Ordnung zerfällt; Großmachtrivalität dominiert die Geopolitik. Anpassung und Stillhalten bieten keine Sicherheit mehr für schwächere Staaten. Die Mittelmächte sind nicht machtlos und können aktiv an einer neuen Ordnung mitwirken.

Kritik an der bisherigen Ordnung

Die regelbasierte Ordnung war teilweise eine Fiktion: Regeln wurden asymmetrisch durchgesetzt, das Völkerrecht galt nicht für alle gleich. Sie funktionierte lange, gestützt durch US-Hegemonie und globale öffentliche Güter (Handel, Sicherheit, Finanzsystem).

Zentrale Metapher (Václav Havel)

Bezug auf "Die Macht der Machtlosen" und das “Leben in der Lüge": Systeme bestehen, weil Menschen stillschweigend mitmachen. Der Wandel beginnt, wenn Akteure diese Rituale verweigern. Übertragen auf Staaten: Länder sollen aufhören, an nicht mehr tragfähige Illusionen zu glauben.

Aktuelle Entwicklungen

Großmächte nutzen Handel, Zölle, Finanzsysteme und Lieferketten als geopolitische Waffen. Globale Krisen (Finanzen, Gesundheit, Energie, Geopolitik) zeigen die Risiken extremer Integration.

Konsequenzen und Risiken

Länder streben nach strategischer Autonomie (Energie, Ernährung, Rohstoffe, Finanzen, Lieferketten). Das sei verständlich, aber gefährlich. Außerdem erhöht sich die Gefahr einer „Welt der Festungen“ einhergehend mit der Schwächung multilateraler Institutionen (WTO, UN, COP).

Kernaussage

Die Welt befindet sich in einem Bruch, nicht in einem Übergang. Ehrlichkeit, Werteorientierung und koordiniertes Handeln von Mittelmächten sind entscheidend, um eine kooperativere und widerstandsfähigere Weltordnung zu schaffen.

Sven von Storch

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Comments

Ekkehardt Fritz Beyer

21.01.2026 | 11:39

... „Die Welt befindet sich in einem Bruch, nicht in einem Übergang. Ehrlichkeit, Werteorientierung und koordiniertes Handeln von Mittelmächten sind entscheidend, um eine kooperativere und widerstandsfähigere Weltordnung zu schaffen.“

Darf man nicht auch deshalb in Kürze Folgendes erwarten? https://www.youtube.com/watch?v=Fm1pUJMTv_s

Ja mei: Es bahnt sich auch aus meiner Sicht immer deutschlicher an:

"Enteignung in Kriegszeiten: Norwegen verschickt Brief an Bürger – die Normalisierung des Ungeheuerlichen ist zu beobachten: https://www.nachdenkseiten.de/?p=145074

Ja mei: Ganz besonders „das europäische Narrativ von Freiheit und Demokratie gerät in einer Reihe von Ländern stark ins Wanken. Wie ist unter dieser Voraussetzung eine bessere Koordination europäischer Institute, die Sie fordern, überhaupt noch möglich?“???https://www.ifa.de/blog/beitrag/neue-nationalismen-und-ihr-einfluss-auf-die-auswaertige-kulturpolitik/

Seine Eiligkeit Spontifex II ♝

21.01.2026 | 12:09

"Zentrale Thesen

Die regelbasierte internationale Ordnung zerfällt; ...."

Und es besteht Anlass zu großer Freude darüber, dass die "regelbasierte Weltordnung" zerfällt. 

Gott sei Dank. Meine Gebete sonntags in der Kirche wurden erhört. Das große Spalten hat ein Ende, so Gott will. 

 

 

Der offensichtlich unter dem Einfluß der WEF-Globalisten stehende Carney beklagt genau die Entwicklungen, die zur Gefahr für deren bösartige Weltmachtbestrebungen wurden oder noch werden könnten.

Insbesondere die Rückgewinnung nationaler Souveränitäten und die Schwächung multilateraler Institutionen wie WTO, UN, COP, von mir ergänzt um WHO und EU.

Da können wir uns den von ihm befürchteten "Bruch in der Weltordnung" (der Globalisten) nur sehnlichst herbeiwünschen ...

" ...Ehrlichkeit, Werteorientierung und koordiniertes Handeln von Mittelmächten sind entscheidend ..."

Aber woher um Gottes Willen wollen Sie "Ehrlichkeit", "Werteorientierung" und "koordiniertes Handeln" in Deutschland nehmen, wenn nicht stehlen?

Wolfgang Lammert

21.01.2026 | 19:04

Mark Carney könnte bald aus Kanada entführt werden und die USA dann Kanada übernehmen. Auch Macron dürfte eine unruhige Zeit erleben...allerdings gibt es ja reichlich Käse und Wein zu Hause...

Wer wie Ch. Lagarde und Al Gore an einer Veranstaltung wie dem WEF oder der UN-Vollversammlung nicht den geringsten Anstand besitzt und dem Redner zuhört, der hat weder in der UN noch am WEF etwas zu suchen.

. . . das Ende der regelbasierten internationalen Ordnung und rief die "Mittelmächte" dazu auf, gemeinsam gegen den Aufstieg der Großmächte und deren Rivalität vorzugehen, um eine kooperativere und widerstandsfähigere Welt zu schaffen."


Tatsache ist aber, dass die Großmächte bereits aufgestiegen sind, über alle anderen. Sicher meint er mit den Großmächten die USA, China und Russland. Manche sind Wirtschaftsmächte, andere militärische Mächte und andere beides. Manche haben viel Land und andere wiederum eine riesige Bevölkerung.

 
Da die Europäer eine Vielzahl von Kleinstaaten und einigen Mittelmächten sind, ist es ratsam Bündnisse, strategische Partnerschaften und Handelsabkommen mit ähnlichen Staaten zu schmieden. Die liegen heute eher in Lateinamerika und Kanada, von Südasien bis Australien und in Afrika. Dann macht man sich auch nicht zum Büttel der Großmächte. 
 

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